Sechs Partien noch, vier Heimspiele, zwei Punkte Rückstand auf den FC Bayern. Drei Tage nach dem bitteren 3:3 in Stuttgart stellte Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl seine Meister-Formel auf. „Unser Ziel, den Titel zu holen, haben wir nicht aus den Augen verloren“, sagte Kehl in den Ruhr Nachrichten: „Wir sind das heimstärkste Team der Liga und jederzeit in der Lage, eine Serie zu starten.“
Es habe „ein, zwei Tage“ gedauert, den Rückschlag von Stuttgart zu verdauen, gab Kehl zu – doch „permanent in den Rückspiegel zu schauen“, bringe nichts. Also setzte der 43-Jährige den Blinker links und forderte vom BVB, auf die Überholspur zu ziehen und am Münchner Rivalen vorbeizusprinten. Kehls Ansage? „Wir haben die Meisterschaft nicht in der eigenen Hand“, sagte Kehl, dennoch sei Schwarz-Gelb „so nah dran“ wie seit Jahren nicht mehr. Im Heimspiel gegen Frankfurt am Samstag will sich der wankelmütige BVB wieder von seiner besseren Seite zeigen; „Wir benötigen jetzt eine sehr gute Trainingswoche, ein bisschen Wut, absolute Gier, den unbedingten Willen, unser Tor gemeinsam zu verteidigen und natürlich die Unterstützung der Fans. Mit diesem Paket ist alles möglich.“
Eintracht Frankfurt soll sich laut „Bild“-Zeitung mit dem offensiven Mittelfeldspieler Farès Chaibi vom FC Toulouse über ein Engagement einig sein. Wie das Blatt berichtete, verhandelt der Bundesligist mit dem französischen Club noch über die Höhe der Ablösesumme. Toulouse soll 15 Millionen Euro fordern. Der 20 Jahre alte Algerier hat noch einen Vertrag bis 2025 beim französischen Erstligisten. Chaibi soll Nachfolger von Daichi Kamada werden, der die Eintracht am Ende der Saison ablösefrei verlässt.
Die AS Rom hat Geschäftsführer Pietro Berardi entlassen. Das teilte der Serie-A-Club in einem kurzen Statement mit, nannte aber keinen Grund für die Absetzung des CEO. Der Verein schrieb, er habe „alle Verbindungen“ zu Berardi „mit sofortiger Wirkung beendet“. Der Verdacht liegt nahe, dass die staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung eine Rolle spielen. Anfang April hatte sich die Affäre, die bereits Rekordmeister Juventus Turin einen 15-Punkte-Abzug eintrug, auf die beiden Römer Clubs AS und Lazio sowie US Salernitana ausgeweitet. Die Finanzpolizei untersuchte die Geschäftsräume der genannten Vereine, um Spielertransfers in den Jahren 2017 bis 2021 auf ihre Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen.