Trainer Thomas Tuchel trägt nach Ansicht von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann Mitschuld an der sportlichen Krise des FC Bayern. „Die Führung mag konfus sein, aber der Trainer macht in seinen bisherigen vier Wochen auch einen sehr konfusen Eindruck“, sagte der frühere Bayern-Profi bei Sky90. „Wenn er die Meisterschaft auch noch verspielt, ist es klar, dass er angeschossen sein wird.“ Selten habe er „einen Trainerwechsel erlebt, wo es kurzfristig schlechter wird. Genau das ist bei den Bayern passiert“, sagte Hamann. Gegen Mainz habe die Mannschaft „wie von allen guten Geistern verlassen“ gespielt, beim Pokal-Aus gegen den SC Freiburg habe der Auftritt des Teams einem „Hühnerhaufen“ geglichen.
Der FC Bayern hatte einem Medienbericht zufolge ursprünglich eine Verpflichtung von Kasper Schmeichel als Ersatz für den verletzten Nationaltorhüter Manuel Neuer geplant. Wie der „Kicker“ berichtete, war der Rekordmeister mit dem Dänen in den Verhandlungen schon sehr weit und wollte dem 36-Jährigen ein unterschriftsreifes Angebot vorlegen. Der Keeper von OGC Nizza wäre demnach sofort bereit gewesen, nach München zu wechseln – für ein halbes Jahr, das hätte der erwarteten Ausfallzeit von Neuer entsprochen. Statt Schmeichel verpflichteten die Bayern auf Wunsch des damaligen Trainers Julian Nagelsmann den Schweizer Nationalkeeper Yann Sommer aus Mönchengladbach. Der 34-Jährige steht enorm in der Kritik.