Das Spitzenspiel der griechischen Liga zwischen Olympiakos Piräus und AEK Athen (1:3) ist am späten Sonntagabend von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Nach dem dritten Tor für die Gäste in der 91. Minute durch Petros Mantalos (o.r.) stapfte der Besitzer von Olympiakos, Evangelos Marinakis, auf das Spielfeld und protestierte gegen die Entscheidungen der Schiedsrichter, wie TV-Bilder zeigen. Nachdem das Spiel abgepfiffen wurde, stürmten Dutzende aufgebrachte Olympiakos-Fans aus der Kurve der Ultras heraus das Spielfeld. Die Polizei setzte massiv Tränengas, Blendgranaten und Schlagstöcke ein, um Schlimmeres abzuwenden. Olympiakos drohen jetzt hohe Geldstrafen, der Abzug von Punkten und Heimspiele ohne Zuschauer. Die Titelchancen dürften vier Runden vor Schluss für den Rekordmeister aus Piräus (63 Punkte) ausgeträumt sein. Panathinaikos Athen und AEK Athen führen die Tabelle mit jeweils 72 Punkten an. Der griechische Fußball wird seit Jahren von Gewalt heimgesucht. Hintergrund sind Streitigkeiten zwischen Reedern und anderen Unternehmern, die die Topteams besitzen und ihre Fehden im Fußball austragen. Text: dpa / fotos: Imago