Lehrstunde vom Europameister: Deutschlands Handballer haben in Schweden ihren nächsten kräftigen Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason war beim 23:32 (8:16) gegen den WM-Vierten chancenlos und bot gut acht Monate vor der Heim-EM 2024 eine lange Zeit ganz schwache Vorstellung. Am Sonntag (15.35 Uhr/ARD) trifft das deutsche Team in Berlin zum Abschluss des EHF Euro Cups auf Spanien. „Wir haben unser Ziel, hier ergebnismäßig mitzuhalten und ein spannendes und erfolgreiches Spiel zu gestalten, nicht erreicht“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Beste deutsche Werfer waren der 20 Jahre alte Renars Uscins, einer von vier Länderspiel-Debütanten, und Kapitän Johannes Golla mit je fünf Treffern.
Für die DHB-Auswahl war es die fünfte Niederlage im fünften Spiel des EHF Euro Cups. Im März wurden die beiden Duelle mit Weltmeister Dänemark (23:30 und 21:28) verloren, und auch in den Hinspielen gegen Schweden (33:37) und in Spanien (31:32) hatte es für das DHB-Team keine Punkte gegeben.
Zu allem Unglück erlitt Paul Drux einen Achillessehnenriss. Der Berliner war bei einer Offensivaktion ohne Gegnereinwirkung schreiend zu Boden gegangen und verließ nach 34 Minuten, gestützt von Teammanager Oliver Roggisch, das Spielfeld. Erste Untersuchungen bestätigten die schlimmsten Befürchtungen. „Das ist für Paul eine riesige Tragödie“, sagte Kromer.