Dortmund – Trainer Edin Terzic von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund geht den spannenden Titel-Endspurt gelassen an. „Ich möchte nicht darüber reden, Deutscher Meister zu werden, sondern ich möchte daran arbeiten“, sagte er vor dem kleinen Revierderby an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim abstiegsbedrohten VfL Bochum: „Ich will, dass die Leute das spüren, sobald wir auf den Platz gehen.“
Seit dem 4:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt hat der BVB den Titel in der eigenen Hand, mit fünf Siegen aus den verbleibenden fünf Spielen wäre die erste Meisterschaft seit 2012 sicher. „Wir gehen mit einer guten Portion Selbstvertrauen in die Aufgabe. Wir wollen noch fünf Schritte gehen, der wichtigste Schritt ist der nächste“, sagte Terzic.
Verzichten muss er dabei auf Nico Schlotterbeck, der wegen erneuter Oberschenkelprobleme beim 4:0 gegen Eintracht Frankfurt früh ausgewechselt worden war. „Es ist eine etwas andere Stelle am Muskel, aber nicht so dramatisch wie zuletzt“, sagte Terzic. Für Schlotterbeck wird Nationalmannschaftskollege Niklas Süle in die Innenverteidigung zurückkehren. Auch Innenverteidiger Soumaila Coulibaly (Knie verdreht) fehlt in Bochum.
Im Fernduell könnte der BVB mit dem ersten Bundesliga-Auswärtssieg seit Februar den Rekordmeister FC Bayern mindestens für zwei Nächte bis auf vier Punkte distanzieren. Die Münchner empfangen am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) Schlusslicht Hertha BSC.
Das kleine Revierderby ist ein Duell der Gegensätze: Der VfL verlor vier seiner vergangenen fünf Heimspiele. Der BVB um den seit Wochen überragenden Donyell Malen hingegen glänzte 2023 mit 41 Treffern in 14 Ligaspielen. Nur beim bislang letzten Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim (1:0) gelangen nicht mindestens zwei Treffer. Allerdings wartet der BVB wettbewerbsübergreifend auch seit fünf Spielen auswärts auf einen Erfolg – auch wegen des bitteren Last-Minute-Patzers beim VfB Stuttgart (3:3). Doch nach Bochum folgt neben Heimspielen gegen Wolfsburg, Mönchengladbach und Mainz nur noch die Reise nach Augsburg. Grundsätzlich sei es so, sagt Terzic: „Wir wären nicht da, wo wir sind, wenn wir nicht auch auswärts gute Spiele gezeigt hätten.“ sid