München – Mit dem Danach wollte sich Christian Winkler an diesem Tag natürlich nicht befassen. „Dieser Moment“, gab der Manager des EHC Red Bull München zu bedenken, „soll einzig und alleine Don Jackson gehören.“ Doch natürlich hat der Club im Hintergrund das Feld längst bestellt. Mit Ex-Bundestrainer Toni Söderholm soll grundsätzliche Einigkeit bestehen.
Klar war: Man suchte einen Mann, der den Club kennt und Jacksons Arbeit fortsetzen kann. Das hätte auch auf Matt Mcllvane zugetroffen, doch den US-Amerikaner zieht es von Red Bull Salzburg zurück in die Heimat. Aber auch Söderholm ist ein logischer Kandidat. 2015/16 (als Spieler) und 2016/17 (als Trainer-Assistent) war er schon in München aktiv. Und vor allem war der Finne zu haben. Denn sein Engagement beim SC Bern, für den er im November letzten Jahres seinen Job als Bundestrainer aufgab, ging nach nur einer Spielzeit zu Ende.
Was er in München vorfinden wird, darüber wird schon in den nächsten Tagen einige Klarheit herrschen. Manager Winkler will sich zwar auch zu Spielern erst im Rahmen der Meisterfeier am kommenden Sonntag (ab 14 Uhr auf dem Vorplatz der Olympia-Eishalle) äußern. Zumindest aber deutete der 52-Jährige für das spielende Personal schon einmal anderes als im Trainerstab an, bei dem man neben Chefcoach Jackson ja auch dessen Edelassistenten Steve Walker (geht als Chef nach Schwenningen) ersetzen muss: „Der Großteil der Mannschaft wird zusammenbleiben.“
Klar ist bislang nur, dass Nachkauf Emil Johansson dem Verein schon wieder den Rücken kehrt. Den Schweden zieht es in ein lukratives Engagement in Finnland. Auch der Wechsel von Justin Schütz nach Köln gilt als sicher. Dafür soll sich der nun vierfache Deutsche Meister mit Dominik Bittner (Wolfsburg) und den Mannheimern Markus Eisenschmid und Tim Wohlgemuth einig sein. rp