Wegen Putin-Freund: Bericht über Razzia beim FCB

von Redaktion

München – Ermittler des Bundeskriminalamtes sollen in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt am Dienstag die Allianz Arena und die Zentrale des FC Bayern in der Säbener Straße durchsucht haben. Das berichtet die „Bild“.

Grund sei ein Geldwäsche-Verfahren gegen den russischen Oligarchen Alisher Usmanov (Foto: Imago). Der Milliardär und Putin-Freund steht unter Verdacht zwischen 2017 und 2022 Geld, das aus Straftaten wie Steuerhinterziehungen stammen soll, verschoben zu haben. Es gehe dabei um einen mehrstelligen Millionen-Betrag. Die Ermittler sollen nach Beweisen im Geldwäsche-Verfahren gesucht haben. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigten die Behörden die Razzia nicht.

Die große Frage: Was hat der FC Bayern damit zu tun? Ein Berührungspunkt soll Uli Hoeneß (71) sein. Laut Bericht würden sich der Ehrenpräsident und Usmanov vom Tegernsee kennen. Usmanov residierte dort bis zum März 2022. Hoeneß lebt in Bad Wiessee. Er soll Usmanov auch VIP-Karten für Spiele in der Allianz Arena besorgt und hinterlegt haben.

Wichtig: Der FC Bayern ist kein Beschuldigter, sondern Zeuge. Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (Main) zu unserer Zeitung: „Es gibt kein Ermittlungs- oder Bußgeldverfahren gegen den FC Bayern oder dessen Mitarbeiter.“ Zum Geldwäsche-Verfahren sagte ein Sprecher: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.“ Bereits im Herbst 2022 wurden die drei Villen Usmanovs am Tegnersee von Steuerfahndern durchsucht. Er reichte nie eine Steuererklärung ein.  sid

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