LEON DRAISAITL

Historische Gala bleibt unbelohnt

von Redaktion

Leon Draisaitl blickte entgeistert in die Journalistentraube, schüttelte energisch mit dem Kopf. Freude über seine vier Tore? „Nein“, entgegnete der deutsche Eishockey-Superstar ebenso schmallippig wie bedient. Der Fehlstart ins Viertelfinale auf dem Weg zum Traumziel Stanley Cup überlagerte seine persönliche Gala. Keine Lobeshymne konnte den gebürtigen Kölner über das 4:6 in Spiel eins gegen die Vegas Golden Knights hinwegtrösten.

„Wir waren insgesamt nicht gut genug“, sagte Draisaitl: „Es war nicht annähernd so, wie wir spielen können. Es geht weiter und muss besser werden.“ Viel besser wird für ihn selbst in der Best-of-seven-Serie kaum möglich sein, der MVP von 2020 sprengt mal wieder alle Superlative. Draisaitl hebe „in dieser Phase der Saison sein Spiel immer noch mal auf ein anderes Level“, schwärmte Headcoach Jay Woodcroft. Diesmal mehr denn je. In seiner 44. Play-off-Partie gelang ihm erstmals ein Viererpack, seit Jari Kurri vor 36 Jahren hatte kein Oilers-Spieler in den Play-offs so viele Treffer in einer Partie erzielt. „Er zeigt es Abend für Abend, und er ist derjenige, der im Moment den Bus für uns fährt“, schwärmte Mitspieler Mattias Ekholm. „Sein Name steht in einer Reihe mit einigen der besten Spieler in der Geschichte des Spiels“, lobte Woodcroft. Doch die Stanley-Cup-Trophäe wäre Draisaitl viel wichtiger.  sid

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