Der unglaubliche Siegeszug von „Lucky Loser“ Jan-Lennard Struff in Madrid geht weiter – und führt ihn im Alter von 33 Jahren erstmals ins Halbfinale eines Masters-Turniers. Der Warsteiner, der eigentlich schon in der Qualifikation gescheitert war, besiegte im Viertelfinale nach großem Kampf den Weltranglistenfünften Stefanos Tsitsipas (Griechenland) mit 7:6 (7:5), 5:7, 6:3. In einem Halbfinale der Außenseiter bekommt Struff es nun mit dem russischen Qualifikanten Aslan Karazew zu tun.
Gegen den zweimaligen Grand-Slam-Finalisten Tsitsipas spielte Struff voller Selbstvertrauen, er ließ sich im ersten Satz auch von drei Breakbällen seines Gegners und einem 1:4 im Tiebreak nicht aus der Ruhe bringen. Mit seinem mutigen, variablen Spiel hielt der Routinier auch den zweiten Satz lange offen. Und er brach auch im Entscheidungsdurchgang nicht ein – im Gegenteil: Struff holte sich zum 3:1 erstmals im Match den Aufschlag des Griechen und verwandelte nach 2:30 Stunden seinen zweiten Matchball. Am Mittwoch war Daniel Altmaier (Kempen), der ebenfalls höchst überraschend die Runde der besten acht in der Caja Magica erreicht hatte, ausgeschieden. Am Dienstag war Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev gegen Titelverteidiger Carlos Alcaraz in einer Neuauflage des letztjährigen Finals mit 1:6, 2:6 chancenlos gewesen. foto: epa/JUANJO MARTIN