Zum Abschluss Ernüchterung

von Redaktion

Bayerns matte Basketballer verlieren gegen Heidelberg 78:89

München – Es ist ja nicht so, dass sie nicht alles versucht hätten, die Basketballer des FC Bayern. Man heizte dem Anhang zum Hauptrundenabschluss mit Freibier ein. Und Trainer Andrea Trinchieri? Sorgte für Abwechslung am Spielfeldrand. Assistent Adriano Vertemati durfte coachen, der Chef selbst machte es sich auf einem Stuhl bequem. Doch was herauskam war: ernüchternd. 78:89 (42:44) gingen die Bayern gegen Heidelberg baden. Andi Obst nahm es zerknirscht hin: „Uns hat völlig die Energie gefehlt.“

Und genau das zeigte sich schnell: Die Gäste waren spritziger und – wohl im Wissen um die kleine noch verbleibende Playoff-Chance – auch bissiger. Vor allem Spielmacher-Volltreffer Eric Washington, der sich vorgenommen zu haben schien, Liga-Topscorer Dewayne Russell (Oldenburg) an diesem Abend in München noch abzufangen. 29 Punkte hatte er am Ende alleine auf die Anzeigetafel gebracht.

Und die Bayern? Bewegten sich beim Comeback von Elias Harris lange eher im Nur-Nicht-Verletzen- denn im Playoff-Modus. Am Korb wurde das besonders deutlich. Das Reboundduell, eigentlich eine Domäne des Euroleague-Teams, entschieden die Heidelberger für sich (26:32). Wobei es für die Gastgeber sicher nicht hilfreich war, dass mit Freddie Gillespie auch der Beste auf diesem Terrain wegen einer leichten Blessur aus dem Spiel in Göttingen fehlte.

Aber es wird die Verantwortlichen der Bayern schon nachdenklich gestimmt haben, wie heftig man sich im Schlussviertel abfrühstücken ließ. Nach einem Heidelberger 15:3-Lauf war es um die Chancen geschehen.

Nicht unbedingt Werbung für die Autogrammstunde, die nach dem Spiel nur ein kleiner Teil der 5667 Besucher in Anspruch nahmen. rp

Artikel 1 von 11