München – Die nächste feuchtfröhliche Kabinensession beim TSV 1860? Anhand der Ausfälle für das Heimspiel gegen Freiburg II hätte man auf diesen Gedanken kommen können. Steinhart, Vrenezi, Wein und Willsch – alle am Samstag nicht dabei. Doch weit gefehlt: Bei den Löwen wird wieder seriös gearbeitet. Am Freitag erklärte Maurizio Jacobacci die Promille-Affäre für beendet. „Wir haben intern klar gesprochen”, sagte der Coach auf der Pressekonferenz, bei der er auch Rückkehrer ankündigte. Das Trio, das in Saarbrücken ohne Angabe von Gründen gefehlt hatte – es kehrt für das Duell mit dem Tabellenzweiten in den 20er-Kader zurück.
Doch spielen sie auch? Nicht für die Startelf vorgesehen ist Marcel Bär. Jacobacci legte sich fest, dass im Sturm erneut Fynn Lakenmacher den Vorzug erhält: „Laki wird beginnen.“ Linksaußen Joe Boyamba hat schon bessere Chancen, nachdem Fabian Greilinger hinten gebraucht wird (für Steinhart, dem noch der Kopf brummt). Zehner Raphael Holzhauser schließlich: Die Tendenz geht auch bei ihm zur Bank – schließlich gibt es Alternativen: Meris Skenderovic. Und/oder Martin Kobylanski, der ja zu den 17 Profis gehört, die bindende Verträge über den Sommer hinaus haben.
Das Ziel für die letzten vier Spiele? Jacobacci: „Wir wollen die Saison seriös zu Ende spielen.“ Kurz gesagt: Siegen – damit die Fans darauf anstoßen können. ULI KELLNER