Formel 1
Fünf Tage nach dem Knall sollte Max Verstappen seine Beziehung zu George Russell einordnen. Und der Weltmeister war vorbereitet. „Furchtbar!“, sagte er mit ernster Miene. Und grinste dann. „Das würdet ihr am liebsten hören, nicht wahr?“ Der Crash mit dem Mercedes-Piloten in Baku sei abgehakt, so Verstappens Botschaft an alle. Das sieht auch Russell so, eine Aussprache sei nicht notwendig. „Für mich ist er der gleiche starke Fahrer, den ich respektiere“, sagte der Engländer – wollte aber auch noch etwas klarstellen. „Ich ändere nichts an meinem Fahrstil gegen Max“, sagte Russell: „Natürlich war er ziemlich genervt, aber das ist immer noch Rennsport.“
Boxen
Der ohne das Einverständnis des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) nach Usbekistan gereiste Amateurboxer Devrim Gökduman sorgt bei der WM in Taschkent auch sportlich für Aufsehen. Der Karlsruher zog im Halbweltergewicht (60 bis 63,5kg) durch einen Sieg gegen den Nigerianer Ridwan Ige ins Achtelfinale ein.
Dabei wurde Gökduman nicht offiziell vom DBV nach Usbekistan geschickt, er ist Teil des Financial Support Programme (FSP) des Weltverbandes International Boxing Association (IBA), das Boxern aus boykottierenden oder nicht teilnehmenden Verbänden die Teilnahme an den Titelkämpfen ermöglicht. Gökduman kämpft nun gegen den Kolumbianer Jose Manuel Viafara Fofi um den Einzug ins Viertelfinale.