761 Euro pro Minute

von Redaktion

Messi erhält Rekordvertrag in Saudi-Arabien

Riad/München – Unglaubliche 1,1 Million Euro am Tag, verrückte 400 Millionen im Jahr – dieses unmoralisch-obszöne Angebot will Multi-Millionär Lionel Messi nicht ablehnen. Der alle Grenzen des Fassbaren sprengende Rekorddeal des siebenmaligen Weltfußballers mit Saudi-Arabien ist „beschlossene Sache“, sein „ewiges“ Duell mit Cristiano Ronaldo erlebt im Wüstenstaat eine Neuauflage.

Das erfuhr die französische Nachrichtenagentur AFP aus einer Quelle mit Kenntnissen von den Verhandlungen. „Der Messi-Deal ist besiegelt. Er wird nächste Saison in Saudi-Arabien spielen“, hieß es da. Der Vertrag für den 35-Jährigen, der mit Rekordmeister Al-Hilal in Verbindung gebracht wurde, sei „außergewöhnlich, riesig. Wir klären letzte Details“.

Wovon Messis Vater und Manager Jorge Messi allerdings nichts wissen will. „Es gibt absolut nichts mit irgendeinem Verein für nächstes Jahr. Die Entscheidung wird nicht fallen, bevor Lionel die Saison beendet hat.“, schrieb Messi senior am Dienstag auf Instagram.

Besondere Genugtuung für den argentinischen Weltmeister von Paris St. Germain: Er löst CR7 als bestverdienenden Sportler der Welt ab. „Die Verhandlungen haben nicht so lange gedauert wie bei Ronaldo“, hieß es weiter. Messi soll deutlich mehr verdienen als der 38-jährige Portugiese, der im Januar für mickrige 160 Millionen Euro im Jahr bis 2025 bei Al-Nassr unterschrieben hatte.

Die 400 Millionen, die Ronaldo der gesamte Deal einbringen wird, erhält Messi angeblich pro Jahr. Das entspricht 45 662 Euro in der Stunde oder 761 Euro pro Minute. Im Pavillon Vendome von Paris hatte Messi Montagabend beim Laureus Award noch gratis auf der „Wand der Legenden“ unterschrieben – als Doppel-Sieger beim „Sport-Oscar“.

PSG dementierte den Transfer nicht, sondern verwies lediglich darauf, Messi werde seinen Vertrag bis zum 30. Juni erfüllen. In der 2021 geschlossenen Traum-Ehe zwischen dem besten Fußballer seiner Zeit und dem aus Katar finanzierten Starensemble hatte es zuletzt schon massiv gekriselt.

Messi wurde nach einem unerlaubten Werbetrip nach, genau: Saudi-Arabien vom Verein suspendiert. Er hat sich inzwischen entschuldigt bei den Fans und dem Club, für den er in 71 Pflichtspielen 31 Tore erzielte und 34 vorbereitete. Noch höchstens viermal wird er für PSG auflaufen. Dann siedelt er über in das Königreich, von dem er für seine Tätigkeit als Tourismusbotschafter („Visit Saudi“) längst fürstlich entlohnt wird. Möglich macht den Rekorddeal der vor Öl-Milliarden triefende saudische Staatsfonds, der bereits Ronaldo den Spätherbst der Karriere versüßt.  sid

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