Glasner-Abschied fix

von Redaktion

Letztes Ziel: Pokalsieg mit der Eintracht

Frankfurt – Vor 356 Tagen die Krönung in einer magischen Nacht von Sevilla, in nicht einmal vier Wochen das Pokalfinale in Berlin – und doch ist die Zeit von Oliver Glasner bei Eintracht Frankfurt abgelaufen: Zum Saisonende kommt es in der einstigen Traumehe zur vorzeitigen Scheidung. Das gab der Club am Dienstagabend bekannt.

„Wir sind der Auffassung, dass nach all den Spekulationen und auch aufgrund der in den letzten Wochen und Monaten aufgekommenen Unruhe rund um die Trainerpersonalie nun Klarheit in der Zukunftsfrage wesentlich ist, um den Fokus von Trainer und Mannschaft komplett auf die Saisonziele und das Pokalfinale zu richten“, sagte Sportvorstand Markus Krösche nach einem Krisengipfel mit dem 48-Jährigen. Jetzt wolle man „am bestmöglichen Abschied arbeiten“

Glasner berichtete von „ehrlichen, offenen und fairen Gesprächen“. Er akzeptiere die Entscheidung der Vereinsführung, die „mir plausibel dargelegt wurde“. Es sei aber jetzt nicht der Zeitpunkt für Abschied oder Rückblick, „sondern wir haben noch eine entscheidende Mission vor uns“. Glasner will sich mit einem Pokalsieg gegen RB Leipzig am 3. Juni in Berlin als großer Triumphator verabschieden.

Doch die Risse zwischen Glasner und der Führungsetage waren einfach nicht mehr zu kitten – in den vergangen Wochen ist etwas kaputt gegangen. Wollte der Verein im Frühjahr noch schnellstmöglich den Vertrag verlängern, verdichteten sich danach die Zeichen auf Abschied. In der jüngsten sportlichen Negativserie wirkte Glasner immer dünnhäutiger, nach der Pleite in Hoffenheim zoffte er sich mit einem Journalisten. Es folgte der öffentliche Rüffel von Boss Axel Hellmann.

Über mögliche Nachfolger am Main wie Nagelsmann-Co Dino Toppmöller oder den Salzburger Matthias Jaissle wird im Boulevard bereits fleißig spekuliert. Doch der Fokus soll auf dem Endspurt liegen – um am letzten Arbeitstag als Triumphator auf dem Römer zu stehen.  sid

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