Es geht um Olympia ’26

von Redaktion

Komplizierte Qualifikation über die WM

München – Mit Post vom Internationalen Olympischen Komitee vom 31. März 2023 war es fix: Die Weltmeisterschaft dieses Jahres in Finnland und Lettland entscheidet über die Qualifikation fürs olympische Eishockey-Turnier 2026 in Mailand. Es klingt einfach: Wer dann unter den ersten acht Nationen in der Weltrangliste der International Ice Hockey Federation (IIHF) steht, hat einen Platz bei den Winterspielen in drei Jahren. Alle anderen, die hinwollen, müssen in zusätzliche Qualifikationsturniere.

Deutschland ist Neunter und muss einen Platz gutmachen. Dass dies mit dem Erreichen des WM-Viertelfinales gelänge, ist die weitverbreitete Ansicht – aber nicht ganz korrekt. DEB-Sportdirektor Christian Künast hat „zuhause Tabellen mit verschiedenen Möglichkeiten liegen“, es kommt bei der Punktevergabe darauf an, welchen Platz genau (5., 6., 8. oder 8.) man belegt und wie die knapp vor Deutschland liegenden Konkurrenten (Schweiz 7., Slowakei 8.) abschneiden.

Die WM 2023 wird mit 100 Prozent der Punkte berücksichtigt, Olympia und WM 2022 mit je 75 Prozent, die WM 2021 mit 50 Prozent – „und die WM 2020, die wegen Corona nicht gespielt wurde, mit 25 Prozent“, berichtet Christian Künast von einer Merkwürdigkeit. Eine große Unklarheit zudem: Was geschieht mit Russland, noch Dritter des Weltrankings? Künast: „Habe ich gefragt, doch kann mir vor März 2024 keiner sagen.“ Eventuell ist man also als Neunter für Olympia qualifiziert. Oder halt nicht.

Das Qualifikationsturnier wäre in diesem negativen Fall im August 2024.  gük

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