Für Alexandra Popp und Co. ist der sagenhafte neunte Cup-Triumph in Serie Pflicht, doch der SC Freiburg wittert als Underdog eine einmalige Chance. Der Herausforderer plant im DFB-Pokalfinale vor einer Rekordkulisse den Sturz des wackelnden VfL Wolfsburg – denn der steht nach dem verpatzten Triple massiv unter Druck. Umso energischer rüttelte Popp die Abo-Siegerinnen vor der Rückkehr ins Kölner Wohnzimmer am Donnerstag (16.45 Uhr/ARD und Sky) auf. „Einen besseren Wachmacher kannst du nicht kriegen“, schimpfte die VfL-Kapitänin unter dem Eindruck des Debakels in Frankfurt (0:4): „Ich hoffe, dass jede von uns in den Spiegel schaut und weiß, was besser werden muss im Pokalfinale.“ Zumal die Atmosphäre Kräfte freisetzen soll. 40 000 von 44 808 Tickets waren zwei Tage vor Anpfiff verkauft, es ist eine Rekordkulisse für das eigenständige Frauen-Endspiel in Köln. Die bisherige Bestmarke von 26.282 Fans bei der Premiere 2010 wird im Soge des anhaltenden EM-Booms förmlich gesprengt. „Wir wollen die Kulisse aufsaugen, uns ein Stück weit davon tragen lassen. Es ist ein Spiel – und in dem ist alles möglich“, sagte Freiburgs Trainerin Theresa Merk. sid