Zu viel Schnee

von Redaktion

Giro ändert Streckenführung – Wlassow muss aufgeben

Viareggio – Lennard Kämna ist beim Giro d’Italia unfreiwillig zum alleinigen Kapitän des deutschen Radteams Bora-hansgrohe aufgestiegen. Da der Russe Alexander Wlassow auf der zehnten Etappe am Dienstag erkrankt aufgab, bündelt die Mannschaft nun die Kräfte für den Bremer, der erstmals eine dreiwöchige Rundfahrt auf Gesamtwertung fährt.

Wlassow hatte auf der verregneten Etappe von Scandiano nach Viareggio vom Start weg Probleme, konnte das Tempo im Feld nicht mitgehen. Nach etwa 70 der 196 Kilometer teilte Bora mit, der Russe habe das Rennen aufgegeben. Zu diesem Zeitpunkt lag Wlassow auf Platz sechs der Gesamtwertung und hatte nur etwas über eine Minute Rückstand auf Spitzenreiter Geraint Thomas.

Doch – den Tagessieg des dänischen Ausreißers Magnus Cort Nielsen vom Team EF Education-EasyPost konnte er schon nur noch aus der Distanz mitverfolgen – Cort Nielsen hat nun Erfolgserlebnisse bei allen drei großen Landesrundfahrten angesammelt. Pascal Ackermann dagegen hoffte ein weiteres Mal vergeblich auf den ersten Coup . Der 29-Jährige sprintete im Verfolgerfeld immerhin noch auf Platz fünf.

Am Mittwoch erwartet das Feld eine 219 Kilometer lange Strecke nach Tortona, zu einem Massensprint wird es vermutlich nicht kommen, dafür ist die Etappe nicht flach genug.

Zu einer Streckenänderung sind die Organisatoren am Freitag gezwungen – wegen zu viel Neuschnee und Lawinengefahr. Die 13. Etappe nach Crans-Montana in der Schweiz soll von 207 auf 199 Kilometer verkürzt werden, berichtet die Schweizer Zeitung „La Nouvelliste“.

Mit dem 2469 Meter hohen Pass Grosser Sankt Bernard müsse der höchste Punkt der diesjährigen Rundfahrt aus dem Programm genommen werden, da bis zur Etappe einiger Neuschnee erwartet werde. Das Peloton soll durch den deutlich tiefer gelegenen, knapp sechs Kilometer langen Tunnel geleitet werden.  sid

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