München – Die letzten 100 Gramm Metall kamen vom Himmel. Bauherr Red Bull hatte seine Skydiver Marco Waltenspiel und Max Manow mit der letzten Schraubenmutter für die 3000 Tonnen schwere Dachkonstruktion des SAP Garden einschweben lassen. Spektakulärer und stilechter hätte die zukünftige Luxus-Heimstätte des EHC Red Bull München und der Basketballer des FC Bayern den nächsten Meilenstein kaum nehmen können.
Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hätte das Projekt, das er gemeinsam mit dem verstorbenen Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz maßgeblich mit angestoßen hatte, beim stilechten Richtfest wohl am liebsten gleich eröffnet. „Hier entsteht ein Prestigeobjekt, ein echtes Schauobjekt“, schwärmte der Bayern-Patron, „jeder kann sich glücklich schätzen, der zum Gelingen beigetragen hat.“
Was im Falle des SAP Gardens bemerkenswert reibungslos abgelaufen sei, wie Hoeneß sagt. „Das hätte keiner geglaubt, dass es möglich ist, dass man sich nach zwei Treffen einig ist“, sagte er. „Mit der Stadt München, Red Bull und dem FC Bayern haben sich drei wunderbare Partner gefunden, die zueinander passen wie die Faust aufs Auge.“
Und das Richtfest ließ auch schon erahnen, wie die Sache aussehen wird. Sportler der künftigen Nutzer der Arena demonstrierten ihre Disziplin. Unter anderem DEL-Spieler des Jahres Yasin Ehliz und Goalie Mathias Niederberger für den EHC. Dessen Meister-Manager und Eishockey-Chef, Christian Winkler, nahm es mit entsprechend breitem Lächeln zur Kenntnis: „Das wird eine besondere Spielstätte auf europäischem Topniveau.“
Die Anlage, die insgesamt 14 000 Quadratmeter Grundrissfläche überspannt, ist nun mit dem Richtfest übrigens zumindest schon einmal virtuell zugänglich geworden. Die neue Webseite www.sapgarden.com hat mit der Installation der letzten Schraubenmutter den Betrieb aufgenommen. Auch Saisonkarten sind dort bereits erhältlich. Wenn auch erst für die Saison 2024/25, die der EHC in der neuen Heimat bestreiten wird.
Für Winkler ein besonderer Ansporn für den Weg dorthin. „Wir haben einen Grund mehr, alles rauszuhauen, was wir haben, damit unsere Top-Arena und unser Top-Team nächstes Jahr hier erfolgreiches Eishockey und auch super Unterhaltung bieten.“ PATRICK REICHELT