Fünf Torjägerkanonen stehen bereit

von Redaktion

Niclas Füllkrug geht als Favorit ins Finale – mit nur 16 Treffern

Hamburg – Natürlich sind sie vorbereitet, der kicker hat gleich fünf Torjägerkanonen für das Bundesliga-Finale produzieren lassen. Denn während Robert Lewandowski in den vergangenen Jahren immer recht einsam an der Spitze stand, ist das Krönungs-Rennen um den Torschützenkönig diesmal am letzten Spieltag noch völlig offen.

WM-Entdeckung Niclas Füllkrug (Werder Bremen) geht mit seinen 16 Treffern natürlich als Favorit in den letzten Spieltag, aber dahinter machen sich auch noch Kolo Muani (Eintracht Frankfurt), Serge Gnabry (FC Bayern), Christopher Nkunku (RB Leipzig) und Vincenzo Grifo (SC Freiburg/alle 14 Tore) Hoffnungen. Und: Es könnte eine historische Entscheidung geben.

Noch nie ging die Torjägerkanone mit weniger als 17 Toren weg – den Negativ-Rekord halten bisher Fredi Bobic (1996/VfB Stuttgart) sowie Thomas Allofs (1. FC Köln) und Roland Wohlfarth (Bayern München/beide 1989) mit ebenfalls 17. „Ich lese immer: traurige Statistik. 16 Tore bei einem Aufsteiger, also da bin ich nicht so traurig drüber“, sagte Füllkrug: „Das muss auch erstmal passieren.“ Bobic drückt Füllkrug jedenfalls die Daumen. „Ich bin nicht erpicht darauf, den Rekord für immer zu behalten“, hatte der Europameister von 1996 gesagt. Dass die Torjägerkanone diese Saison wieder mit so wenigen Toren weggehen wird, „überrascht mich nicht. Mit Erling Haaland und Robert Lewandowski hat die Bundesliga zwei absolute Top-Angreifer verloren, die einem Klub locker 30 Tore garantieren“, sagte Bobic: „Und es wurde kein adäquater Ersatz geholt. Die Bundesliga hat keinen Weltklasse-Stürmer mehr, das muss man so klar sagen.“

29, 22, 34, 41, 35 – so die Statistiken, mit denen Lewandowski zuletzt vor seinem Wechsel aus München zum FC Barcelona die Torjägerkanone abräumte. Weniger als 20 Tore reichten bislang nur in acht Saisons für den Titel.  sid

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