FUSSBALL IN KÜRZE

Ballack: Dortmund wird lange leiden DFB-Team: Völler verteidigt US-Reise Posch wechselt nach Bologna

von Redaktion

Für den früheren Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack ist die verspielte Dortmunder Meisterschaft im Heimspiel gegen Mainz schlimmer als die Leverkusener Pleite vor 23 Jahren in Unterhaching. „Ich habe das 2000 mit Leverkusen erlebt, wir erlitten in Unterhaching einen Kurz-und-Schmerzlos-Schlag, verloren 0:2, die Bayern gewannen 3:1 gegen Bremen und wurden Meister“, sagte der 46-Jährige der „Sport Bild“ (Mittwoch). Für Dortmund sei es „ein Fiasko, ein schmerzhafter Schlag. Das ist brutal. Das geht nicht spurlos an einem vorbei“.

Der BVB hatte am letzten Bundesliga-Spieltag seinen Vorsprung durch das 2:2 im Heimspiel gegen Mainz verspielt, weil Bayern Münchens Jamal Musiala kurz vor Schluss beim 1. FC Köln noch den 2:1-Siegtreffer markierte. Es sei noch einen Tick schlimmer als seinerzeit der Leverkusener K.o. im Titelrennen in Unterhaching, meinte Ballack. „Alle haben erwartet, dass Dortmund zu Hause vor über 80 000 Fans gegen Mainz mit Krücken über die Ziellinie laufen könnte. So etwas macht etwas mit dir“ meinte Ballack. „Dieses Saisonfinale wird die Dortmunder wahrscheinlich noch lange belasten, zumal der BVB während der Rückrunde schon einige Big Points wie in Stuttgart oder in Bochum vergeben hatte.“

Sportdirektor Rudi Völler hat die US-Reise der deutschen Nationalmannschaft im Oktober begründet. „Es ist nach den beiden hochinteressanten Heimspielen gegen Frankreich und Japan wichtig, mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft auch vor Ort präsent zu sein, Gespräche zu führen und Kontakte zu knüpfen“, wird Völler in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick trifft am 14. Oktober in Hartford/Connecticut auf Gastgeber USA, der zweite Gegner für den Trip ist noch nicht gefunden. Die WM 2026 wird in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. „Auch wenn wir alle unserer Heim-EM im kommenden Jahr entgegenfiebern, die im Mittelpunkt all unserer Planungen steht, gehört es zu einer professionellen Vorbereitung, frühzeitig auch das nachfolgende Turnier anzugehen, um auch dort optimale Bedingungen zu schaffen“, sagte Völler.

Verteidiger Stefan Posch wird die TSG Hoffenheim endgültig verlassen und sich dem FC Bologna anschließen. Der italienische Serie-A-Klub hat von seiner Kaufoption für den 26 Jahre alten Österreicher Gebrauch gemacht.

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