München – Wochenlang tat er sich schwer. Aber als es zählte, war er wieder voll da. Die Rede ist von Jamal Musiala (20). Der Offensiv-Star schoss den FC Bayern mit seinem Last-Minute-Tor am vergangenen Samstag in Köln (2:1) zum Meistertitel. „Persönlich bin ich überglücklich, dass ich endlich wieder ein Tor geschossen habe – und dann noch so ein wichtiges“, freute sich Musiala.
Auf dem Weg zum Münchner Meister-Macher hat ihm auch der persönliche Trainer von Basketball-Legende Michael Jordan (60) geholfen. „Ich habe mich an dem Abend vor diesem Finale viel mit Tim Grover beschäftigt. Ich habe Zitate von ihm gelesen und zwei lange Interviews von ihm geschaut“, verriet Musiala der Sport Bild. „Er war lange Jahre der Personal Coach von Michael Jordan und Kobe Bryant und redet viel davon, in ,the zone‘ zu sein, über ,use your emotions‘ und über ,winning‘.“ Also: voll da zu sein, seine Emotionen zu nutzen, um an Ende zu gewinnen. „Ich hatte mir fest vorgenommen, ein Tor zu schießen“, sagte Musiala. „In der Crunchtime muss man da sein.“
Auch David Alaba (30/Real Madrid) und Mario Götze (30/Frankfurt) lassen sich von Grover inspirieren. Bei Musiala half sein Ansatz ebenfalls. „Das war eine unglaublich lehrreiche Saison für mich. Ich bin super reingekommen, habe eine sehr gute Hinrunde gespielt“, so Musiala. „Nach der WM haben wir uns dann als Team und ich persönlich sehr schwergetan, der Flow und die Leichtigkeit waren einfach nicht mehr da, es war für mich wie verhext.“ Die nächste Saison müsse wieder „besser, konstanter und dominanter“ werden. Musiala blickt selbstbewusst nach vorne: „Wir wollen angreifen und mit einem guten Gefühl und mit Titeln in die Heim-EM gehen.“ pk, hlr