Wehen kann wieder lachen

von Redaktion

Drittligist fordert Bielefeld und ist „froh, diese Spiele zu haben“

Wiesbaden – Dem Gefühlschaos ist beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden schnell die Euphorie gefolgt. Die Ereignisse vom schon bejubelten und dann doch knapp verpassten direkten Aufstieg am Samstag sind abgehakt, die Blicke sind nach vorn auf die Relegationsspiele gegen Arminia Bielefeld an diesem Freitag (20.45 Uhr/SAT 1, Sky) und am 6. Juni bei den Ostwestfalen gerichtet – zumindest sagen die Beteiligten das.

„Natürlich mussten wir alles erst einmal verdauen, die Nacht war kurz. Aber jetzt überwiegt die Vorfreude. In der Mannschaft herrscht wieder die Verrücktheit und positive Stimmung“, sagte Offensivspieler Johannes Wurz. „Wir werden Vollgas geben.“

Auch Coach Markus Kauczinski bestätigte, dass es „wehgetan hat“. Den freien Sonntag nutzten er und die Spieler, um die Köpfe wieder freizubekommen. „Beim Training hatten dann alle ein Lachen im Gesicht“, sagte er. „Zu Saisonbeginn haben wir uns erträumt, solche Spiele zu haben, um aufsteigen zu können. Jetzt sind wir froh, diese Spiele zu haben.“

Vom Zweitliga-16. Bielefeld, das sich mit einem 0:4 am letzten Spieltag beim 1. FC Magdeburg nicht mehr nach vorne schieben konnte, erwartet er Körperlichkeit und viel Erfahrung. „Das sind fast alles Jungs, die zuletzt noch Bundesliga gespielt haben. Sie werden gemeinsam mit ihren Fans hier alles reinlegen, um den Abstieg zu verhindern“, sagte Kauczinski. Dennoch sieht er sein Team nicht unbedingt im Nachteil. „Die Relegation hat gezeigt, alles ist möglich.“  dpa

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