Unterhaching – Fast wehmütig sieht der Hachinger Trainer Sandro Wagner den Relegationsspielen zur dritten Liga gegen Energie Cottbus entgegen: „Wir haben uns in zwölf Monaten in 38 Spielen auf diese Chance hingearbeitet“. Der Ex-Nationalspieler will sich unbedingt mit dem Aufstieg verabschieden: „Wir haben einen genauen Plan ausgearbeitet, dies bedeutet viermal 45 Minuten und wir wollen alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“.
Auf jeden Fall ist Wagner von seiner Mannschaft überzeugt: „Wir haben viele Widerstände überwunden und sind eine verschworene Gemeinschaft geworden“. Ungeachtet aller Diskussionen um die Teilnahme an den Relegationsspielen haben Wagner und das Team eine minutiöse Vorbereitung durchgezogen: Dazu gehörten Teambildungs-Maßnahmen, sowie ein kurzes Trainingslager. Bis auf die verletzten Hain und Zentrich steht der gesamte Kader zur Verfügung. Das 1:2 bei der Generalprobe gegen Schweinfurt wollte Wagner nicht überbewerten: „Aber wir fahren mit Respekt und Demut nach Cottbus. Wir haben den Gegner natürlich mehrfach beobachtet, die haben mit Claus-Dieter Wollitz einen erfahrenen Trainer und einen sehr ausgeglichenen und starken Kader.“
Am Mittwochabend werden beim ersten Relegationsspiel 20 000 Zuschauer erwartet, begleitet von vielen Emotionen und einem impulsiven Energie-Trainer, der in dieser Saison bereits acht Gelbe Karten und zwei Sperren kassierte. Auch Hachings Präsident Manfred Schwabl fiebert den beiden Endspielen entgegen, gibt sich aber eher realistisch: „Egal, was man sagt, die Chancen stehen 50 zu 50, hoffentlich bleibt alles friedlich und wir können am Sonntag zusammen feiern“.
KLAUS KIRSCHNER