München – Von wegen Sommerpause. Nach der Abberufung von Vorstandsboss Oliver Kahn (53) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (46) bastelt die neu gebildete Transfer-Taskforce des FC Bayern hinter verschlossenen Türen mit Hochdruck an der Mannschaft, die den Verein wieder in erfolgreichere Zeiten führen soll. Nach den bisherigen Kadermeetings sind sich die Verantwortlichen um Uli Hoeneß (71), Karl-Heinz Rummenigge (67), Trainer Thomas Tuchel (49) und den Technischen Direktor Marco Neppe (36) sicher: Raphael Guerreiro (29) kann die Mannschaft verstärken. Am Mittwoch haben sich die Münchner mit dem variablen Linksverteidiger, dessen Vertrag bei Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund Ende Juni ausläuft, mündlich auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Der Dreijahresvertrag wird in den kommenden Tagen unterzeichnet werden.
Neben dem portugiesischen Nationalspieler wechselt auch Konrad Laimer (26/RB Leipzig) ablösefrei zum FC Bayern. Der seit Monaten feststehende Transfer des österreichischen Mittelfeldspielers soll am heutigen Freitag verkündet werden. Komplizierter gestaltet sich die Suche nach einem neuen Sechser. Tuchel-Wunschspieler Declan Rice (24/Vertrag bis 2024 mit Option auf ein weiteres Jahr) darf West Ham United nach dem gewonnenen Conference-League-Finale am Mittwoch gegen Florenz (2:1) verlassen. „Wir haben ihm versprochen, dass er gehen kann“, sagte Vorstandsboss David Sullivan (74) gegenüber dem Portal talkSPORT. „Wir haben ihm vor 18 Monaten ein Gehalt von 200 000 Pfund pro Woche angeboten. Er hat es abgelehnt. Er will gehen.“ Laut Sullivan seien drei bis vier Clubs an Rice interessiert. Eine Ablöse von rund 100 Millionen Euro ist im Gespräch. Angeblich hat Arsenal im Buhlen um Rice aktuell die Nase vorne. Nur logisch und professionell, dass sich die Bayern-Entscheider auch mit Alternativen beschäftigen.
Wie unsere Zeitung erfuhr, steht auch Sofyan Amrabat (26/Vertrag bis 2024) von Florenz auf der Münchner Liste der potenziellen neuen Sechser. „Er will an die Spitze“, sagte sein Bruder Nordin Amrabat (36) TV-Sender ESPN und fügte an: „Sein Wunsch ist es, in Spanien zu spielen. Bei Barcelona steht er ganz oben auf der Liste. Aber Sie kennen die finanzielle Situation von Barca …“ Neben den Katalanen sind auch Manchester United, Chelsea und Atletico Madrid an Amrabat interessiert. Fakt ist: Der Marokkaner will im Sommer zu einem absoluten Top-Club wechseln – und dazu zählt er auch den FC Bayern.
Bei der Suche nach einem Stürmer sind Frankfurts Randal Kolo Muani (24/bis 2027) und Dusan Vlahovic (23/bis 2023) von Juventus weiter im Rennen. Und was passiert mit Lucas Hernandez (27/bis 2024)? Der Franzose will zu Paris Saint-Germain. Ein offizielles Angebot liegt den Bayern – wie im Falle des ebenfalls abwanderungswilligen Benjamin Pavard (27/bis 2024) – noch nicht vor. Sie hätten gerne frühzeitig Planungssicherheit. Sollte Hernandez gehen, wird, so ist zu hören, ein Linksfuß für die Innenverteidigung gesucht.