Bedeutender als der Wechsel von LeBron James zu den Miami Heat vor 13 Jahren, noch wichtiger als der von David Beckham vor 16 Jahren zu den Los Angeles Galaxy – US-Medien und Sportstars feiern die Entscheidung von Lionel Messi als zukünftiger Profi von Inter Miami als Sensation. Beckhams Ankunft in LA 2007 habe „die Wahrnehmung der Ambitionen und Qualität weltweit verschoben“, schrieb die New York Times. Messi werde nun „noch mehr Aufmerksamkeit liefern für die Liga im Vorfeld der WM 2026“. „Was für ein unfassbarer Zug von Miami“, schrieb Ex-NFL-Star JJ Watt. „Messi. Wow.“ NBA-Star Trae Young versprach einen Besuch in Miami, Giannis Antetokounmpo begrüßte den 35 Jahre alten Argentinier ebenfalls. Dass der siebenmalige Gewinner des Ballon D’Or drei Jahre vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nach Miami wechselt, ist das eine. Dass er es nur sechs Monate nach dem Triumph mit Argentinien bei der WM in Katar und damit offensichtlich noch immer auf einem sehr hohen Niveau tut, ist aber noch wichtiger für die Major League Soccer. Derweil zeigte sich der FC Barcelona als fairer Verlierer des Wechselpokers und wünschte dem 35-Jährigen viel Glück in Miami. Bis zuletzt hatte man bei Barca auf eine Rückkehr des verlorenen Sohnes gehofft. Doch das Messi-Lager sagte ab. Der Grund soll die weiter angespannte finanzielle Lage des Clubs sein. „Ich habe gehört, dass sie Spieler verkaufen oder die Gehälter senken mussten, und die Wahrheit ist, dass ich das nicht wollte“, erklärte Messi in einem Interview mit Mundo deportivo und Sport.