Niklas Landin und Sander Sagosen verabschiedeten sich nicht ohne ein letztes Versprechen aus der Kieler Arena. „Wir sind noch nicht fertig. Am Sonntag haben wir etwas zu feiern“, rief Sagosen den Fans nach seinem letzten Heimspiel im THW-Trikot zu. Die 23. Meisterschaft des Rekordchampions wird für den Norweger und den dänischen Torhüter Landin der krönende Abschluss.
Daran besteht nach dem souveränen 38:23 (19:10) gegen die HSG Wetzlar am Mittwoch kein Zweifel mehr. Satte 37 Tore und zwei Punkte beträgt der Kieler Vorsprung auf Titelverteidiger SC Magdeburg nach dessen Heimspiel gegen den TVB Stuttgart (31:27) am Donnerstagabend. Am letzten Spieltag am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) können die Norddeutschen in Göppingen die Rückkehr auf den Handball-Thron perfekt machen. Der Grund: Der THW hatte sich vor allem in der Rückrunde der, seit langem spannendsten Saison, die wenigsten Patzer geleistet.
„Das war ein sehr emotionaler Tag. Ich kann es kaum fassen, dass ich hier nie wieder spielen werde – zu Hause“, sagte ein sichtlich bewegter Landin unter dem Applaus der Zuschauer. Den Weltmeister zieht es nach acht Jahren in Kiel in die dänische Heimat nach Aalborg. Sagosen schließt sich nach drei Jahren dem finanzstarken Projekt im norwegischen Kolstad an.
Die beiden Leistungsträger wurden wie Miha Zarabec (Wisla Plock) und Yannick Fraatz (Bergischer HC) in einer 45-minütigen Zeremonie und unter tosendem Applaus der 10 285 Zuschauer verabschiedet. sid