Berlin ist bereit

von Redaktion

7 000 Athleten aus aller Welt bei Special Olympics am Start

Berlin – Der Fackellauf hat die Straßen Berlins erreicht, in den Sportstätten trainieren die ersten Athleten für den Medaillentraum, im Olympiastadion laufen die letzten Vorbereitungen auf die Eröffnungsfeier: Die Special Olympics sorgen schon vor dem feierlichen Auftakt für olympisches Flair in der Hauptstadt.

7000 Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung aus 190 Ländern treten in 26 Sportarten gegeneinander an. Ihren ersten großen Moment haben sie bereits am Samstagabend, wenn das größte Multisportevent in Deutschland seit den Olympischen Spielen 1972 im Berliner Olympiastadion vor rund 50 000 Zuschauern eröffnet wird.

„Wir werden deutlich machen, dass Berlin laut ist, dass Berlin bunt und fröhlich ist. Es wird ein großartiges Event“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. An dem Ort, an dem der Sport bei den Nazi-Spielen 1936 propagandistisch missbraucht wurde, sollen nun Botschaften der Inklusion und Teilhabe vermittelt werden. Berlin und Deutschland, sagte Wegner, hätten sich verändert: „Das alte Deutschland und das alte Berlin, das des Hasses, der Hetze und Ausgrenzung, gibt es nicht mehr.“

Stattdessen will man „Begegnungen schaffen“, wie der deutsche Delegationsleiter Tom Hauthal sagte: „In Berlin, der Stadt der Mauer, wollen wir Mauern in den Köpfen einreißen.“ Die Wettkämpfe finden deshalb teils mitten in der Stadt statt. Basketball am Alexanderplatz, Radsport auf der Straße des 17. Juni, Schwimmen im Szene-Viertel Prenzlauer Berg. „Wir wollen in der Stadt zeigen, was unsere Athletinnen und Athleten leisten können“, sagte Hauthal.

Auch in den Messehallen am Funkturm wird um Medaillen gerungen, etwa im Tischtennis, Boccia oder Judo. Echtes Olympia-Feeling kam dort bereits am Freitag auf. Die Judoka aus verschiedenen Nationen absolvierten zusammen Geschicklichkeitsübungen und schufen so ein Gemeinschaftsgefühl. Das soll sich bis zum Ende der Veranstaltung am 25. Juni auch auf die Stadt legen.  sid

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