Was Schimanski gesagt hätte

von Redaktion

TV-KRITIK

Beim Sommer-Tingeln durchs deutsche Fernsehen hat sich gestern das Erste breitschlagen lassen, Hansi Flicks malade Nationalelf zu übertragen. Am Dienstag muss RTL ran. Und viele meinen: Rumpelfußball beim Rumpelsender, das passt gut. Wenigstens haben die Hansis beim Anstoßtermin 20.45 Uhr gestern keine kleinen Kinder erschreckt. – Wie hat Dr. Sedlaczek die DFB-Elf seziert? Sie hat einen wunderlichen weißen Mix aus dem Bademantel von Udo Jürgens und einem Arztkittel getragen. War es so schlimm um die Mannschaft bestellt, dass Frau Doktor zur Obduktion schreiten musste? Unsere hauseigene Modeberaterin, die Frau Heinrich, hat aber herausgefunden, dass es sich um den Boss-Trenchcoat Calissi Satin für 499,95 Euro handelte. Und so hat die tüchtige Esther gefragt wie ein Boss und die Finger in alle Wunden gelegt: „Dass diese Mannschaft will, steht außer Frage. Dass sie es kann, hat sie noch nicht bewiesen.“ – Wie hat Schweini seine Kritik verpackt? Sehr charmant! So freundlich wie der Kolbermoorer Chef-Influencer hat noch selten jemand die DFB-Elf zerlegt. Schweini ließ eigentlich kein gutes Haar an den Hansis. Er fand, dass die Spieler taktisch „nicht so perfekt klarkommen“, dass der Bundestrainer „über die Nominierungen vielleicht so ein bisschen nachdenken muss“ und dass Niclas Füllkrug der einzige ist, der sich vielleicht so ein bisschen reinhängt. Prompt durfte der Bremer nicht spielen. Ach, Hansi! Über Siege berichtete Basti auch, aber nur vom familiären Tennisduell mit Robert Lewandowski: „Ich hab den Schläger der Ana gegeben, dann hat die das erledigt.“ – Was hat Tom Bartels erfunden? Zunächst einmal die Aussprache von Debütant Malick Thiaw, den Bartels als „Tschau“ gleich wieder verabschieden wollte. Aber ganz so schlecht lag er damit nicht, denn der Mann spricht sich „Schau“ aus. Der Franz („Schau ma mal“) schwärmt ja seit Jahren von Thiaw. Garantiert erfunden hat Bartels die angebliche „enge“ Freundschaft von Kuba Blaszczykowski und Robert Lewandowski. In Wahrheit hat Kuba einst gegrantelt: „Wir liegen nicht auf einer Wellenlänge.“ Mit der schlappen deutschen Elf ging der ARD-Pinocchio noch recht schonend um, während die Zuschauer eher ans Lieblingswort vom Duisburger Opa von Polen-Spieler Szymanksi dachten… JÖRG HEINRICH

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