Rottach-Egern – Der bange Blick von Stefan Schlichtner ging am Dienstag mehrfach in den Himmel – und aufs Regenradar. Denn die Angst, dass ausgerechnet dieses Spiel des Jahres im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt werden würde, war beim FC Rottach-Egern durchaus präsent. Immer wieder zog die Wolkendecke zu, immer wieder wurde es windig. In den 90 Minuten aber, die gegen den FC Bayern gekickt wurde, herrschte Kaiserwetter. Schlichtners Fazit war somit eindeutig: „Einfach perfekt“ – daran konnten auch 27 Gegentore nichts ändern.
Ein Ehrentreffer wäre zwar „schön“ gewesen, sagt der Club-Chef im Gespräch mit unserer Zeitung, aber im Kopf bleiben sowieso ganz andere Dinge. 2500 begeisterte Zuschauer, 100 freiwillige Helfer (Schlichtner: „fast zu viele“), dazu „das Auftreten des FC Bayern uns gegenüber, das komplett auf Augenhöhe war“. Die Tage der Vorbereitung waren intensiv, gelohnt aber haben sie sich in doppelter Hinsicht: „Die Erlebnisse bleiben für immer“, sagt Schlichtner, zudem machen die Einnahmen „die schlechten Corona-Jahre fast vergessen“. Die Dankbarkeit ist groß, eine Wiederholung dringend erwünscht. Und alle, die diesmal mit voller Tat dabei waren, wären es sofort wieder. Die Eltern, deren Bambinis als Belohnung zu Einlaufkindern wurden. Und alle anderen, die solange abbauten und feierten – bis nachts um 12 tatsächlich das Gewitter kam. hlr