Madrid – Aufopferungsvoll gekämpft, aber die Sensation verpasst: Union Berlin hat bei der Premiere in der Champions League dem übermächtigen Gegner Real Madrid die Stirn geboten, einen Punkt aber knapp verpasst. Durch ein Tor des Ex-Dortmunders Jude Bellingham in der Nachspielzeit verlor der Underdog aus Köpenick verlor das erste Königsklassenspiel der Vereinsgeschichte beim Rekordsieger aus Spanien mit 0:1 (0:0), kann aber aus dem mutigen Auftritt Selbstvertrauen für die kommenden Herausforderungen ziehen.
Bellingham traf ganz spät (90.+4) für die Spanier, die sich an den Berlinern lange Zeit die Zähne ausbissen. „Wir waren geduldig. Wir wussten, dass wir bis zum Ende Chancen haben würden“, sagte Bellingham, dessen Torjubel auch Ausdruck der Erleichterung nach einem Schwerstarbeitspiel war.
Die Defensive um den Unioner Debütanten Leonardo Bonucci ließ vor allem in der ersten Hälfte kaum Chancen zu, zu gefährlichen Abschlüssen kam der Neuling selbst jedoch kaum. Union begann mutig und suchte auch den Weg nach vorne. Kevin Behrens näherte sich bereits in der dritten Spielminute gefährlich dem gegnerischen Tor, konnte unter Bedrängnis jedoch nicht richtig abschließen. Auf der anderen Seite parierte Frederik Rönnow einen Versuch von Joselu. Die spanische Offensive kam nicht richtig ins Rollen und tat sich zu Beginn gegen kompakte Unioner schwer, drängte diese jedoch zunehmend in die eigene Hälfte.
Kurz nach der Pause sorgte Robin Gosens bei den mitgereisten Fans für ein Raunen ,er traf nach einem vielversprechenden Vorstoß jedoch nur das Außennetz (49.). Rodrygo prüfte wenig später Rönnow, kurz darauf rettete der Pfosten bei einem weiteren Versuch des Stürmers. Madrid erhöhte den Druck und wurde spät belohnt. sid