Eishockey
Bei der Weltmeisterschaft war sie der Rückhalt der deutschen Eishockey-Frauen-Nationalmannschaft: Torhüterin Sandra Abstreiter (25), gebürtige Freisingerin. Bereits seit 2016 geht sie ihrem Sport in Nordamerika nach, spielte für das Providence College. Nun wird sie in eine Profikarriere einsteigen: Sie meldete sich für den Draft der PWHL an, der Professional Women’s Hockey League, die im Januar 2024 an den Start geht – und wurde von Ottawa in der 12. Runde und an 68. Stelle gezogen. „Den Draft habe ich zuhause am Telefon mit Freunden und Familie verfolgt“, sagt sie. „Es war klar, dass man als Torhüterin nicht direkt am Anfang gezogen wird. Als mein Name aufgerufen wurde, haben alle erst mal kurz aufgeschrien.“
Boston, New York, Minnesota in den USA sowie Toronto, Ottawa und Montreal in Kanada sind die Gründungsstandorte der PWHL, die sich an den „Original Six“ der NHL orientiert. Die Namen der Teams stehen noch nicht fest, bald aber soll die Marketing-Maschinerie anlaufen. Christian Künast, ehemaliger Frauen-Bundestrainer und nun Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes, kommentiert: „Unter dem Gesichtspunkt, dass nicht viele europäische Spielerinnen gezogen wurden, hat dieser Pick einen hohen Stellenwert.“ gük