BASKETBALL

Bayerns Erfolgsgarant heißt Bonga

von Redaktion

Im zweiten Durchgang war für Isaac Bonga die Zeit gekommen, ein Zeichen zu setzen. Der 23-Jährige räumte am eigenen Korb Alba Berlins Sterling Brown ab – im nächsten Moment streichelte der Weltmeister in Diensten der Basketballer des FC Bayern den Ball auf der anderen Seite durch die Reuse. Elf Punkte und zehn Rebounds standen für Bonga am Ende zu Buche. Ein Double-Double, wie die Basketballer zweistellige Werte in zwei statistischen Kategorien des Spiels nennen. Womit Bonga auch bei diesem 80:68 über Alba Berlin einer der auffälligste und besten Münchner war. Der Rausch der WM – der 2,03-Meter lange Alleskönner hat ihn einfach in die Saison mitgenommen.

Sein Trainer Pablo Laso verbeugte sich entsprechend tief. „Die Zahlen sagen nicht immer viel, heute tun sie es“, befand er, „Bonga war großartig, „er hat gereboundet und den Korb attackiert. Einach ein komplettes Spiel.“ Und irgendwie ist der Mann, der bei der WM sogar den zeitweiligen Ausfall von Ausnahmekönner Franz Wagner kompensierte, damit auch so etwas wie eine Lebensversicherung für die, in diesen ersten Saisontagen noch wackeligen Bayern.

Wobei Bongas Form allerdings im Club auch schon leise Befürchtungen weckt, dass seine Tage im BMW-Park gezählt sein könnten. Er selbst will sich mit großen Gedanken wie an eine Rückkehr in die NBA gar nicht erst befassen. „In dieser Saison will ich mich einfach voll auf Bayern konzentrieren“, sagte er vor wenigen Tagen, „was im Sommer dann passiert, das wird man sehen.“  rp

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