Lukas Dauser war aufgewühlt, er konnte nicht schlafen, also sorgte er lieber dafür, dass am Sonntag auch ja nichts schiefgeht beim Griff nach Gold. In der etwas unruhigen Nacht nach dem Mehrkampffinale bei der Turn-WM in Antwerpen wachte der deutsche Hoffnungsträger gegen 2.30 Uhr auf – zur Beruhigung wusch er erst mal seine Unterhose. „Das mache ich seit Jahren so“, berichtete er, „und bisher hat mich das Glück fast nie im Stich gelassen.“ Seit mittlerweile drei Jahren trägt Dauser bei Wettkämpfen dieselbe Unterwäsche, der Glücksbringer hat bei Olympia in Tokio sowie bei der WM 2022 in Liverpool jeweils zu Silber verholfen. Trotz Bestnoten stapelt Dauser tief, als Favorit sehe er sich im Finale am Sonntag nicht.