Augsburg – Tobias Strobl, der nun interimistisch das Training beim FC Augsburg leitet, ist nicht zu verwechseln mit Tobias Strobl, der bis vor einigen Monaten am Training des FC Augsburg teilnahm. Der 35-jährige Tobias Strobl coacht eigentlich die zweite Mannschaft des FCA in der Regionalliga, der 33-jährige Tobias Strobl, bekannt aus seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach, war Spieler, er hat die Karriere nach drei Jahren in Augsburg, die ein Kreuzbandriss beeinträchtigte, im Sommer beendet.
Dass die Schwaben nach der Trennung von Cheftrainer Enrico Maaßen, die am Montagabend um 22.27 Uhr offiziell kommuniziert wurde, erst einmal auf eine Übergangslösung aus den eigenen Reihen zurückgreifen, zeigt: Es war noch keine Alternative erwogen, sondern versucht worden, die Ablösung von Maaßen (39) zu vermeiden. Der Verein hatte den festen Vorsatz gefasst, mit dem 2022 verpflichteten jungen Trainer, zuvor bei Dortmund II, etwas aufzubauen. Zwischen Maaßen und der Mannschaft herrschte auch gutes Einvernehmen, doch die Entwicklung ging nicht voran – und so kam es zum frühesten saisonalen Zeitpunkt einer Trennung im 13. Augsburger Bundesligajahr.
Erstmals wird nun der seit August 2023 im Amt befindliche Sportdirektor Marinko Jurendic einen Trainer suchen. Kandidaten? Man kommt automatisch auf Andre Breitenreiter, mit dem Jurendic beim FC Zürich 2022 Schweizer Meister wurde – „bei einem Ballbesitz zwischen 30 und 40 Prozent, aber mit großer Klarheit in der Offensive“, wie es Jurendic ausdrückt. Auch beim FCA gilt: „Ballbesitz ist nicht unsere Stärke“, so Abwehrchef Jeff Gouweleeuw.
Doch es fallen auch andere Namen: Stefan Kuntz, weil er viele Augsburger Spieler (Dahmen, Dorsch, Maier, Uduokhai) aus seiner Zeit als U 21-Bundestrainer kennt – aber eigentlich ist Kuntz, in der Türkei gerade entlassen, zu groß für den FCA. Ansonsten? Ralph Hasenhüttl, der schon in der Nachbarschaft arbeitete (Ingolstadt). Auch Giuseppe Morello (Co-Trainer Young Boys Bern) wird genannt. GÜNTER KLEIN