Hockenheim – Stilvolle Krönung mit Doppelsieg und Bestzeit: In meisterhafter Manier hat Thomas Preining beim Saisonfinale der DTM in Hockenheim als erster Österreicher den Titel gewonnen. Bereits vor dem letzten Rennen am Sonntag entschieden sechs Tausendstelsekunden die Meisterschaft zugunsten von Preining, der nach seiner Bestzeit im Qualifying bereits als Champion feststand. „Megahappy“ sei er, sagte der 25-Jährige vom Porsche-Team Manthey, obwohl: „Ich wusste vorher gar nicht, wie es genau steht, und bin mit dem Mindset reingegangen, einfach Spaß zu haben.“
Dabei war die Ausgangslage ganz klar. Mit seinem Sieg im ersten Rennen am Samstag hatte Preining bereits beide Hände am Meisterpokal, musste aber noch einen Tag auf den erstmaligen Gesamtsieg warten. Zwei Punkte fehlten, um Verfolger Mirko Bortolotti im Lamborghini endgültig abzuschütteln – die drei Zähler für die Bestzeit am Sonntag machten dann alles klar.
Mit dem Sieg am Samstag hatte Preining bereits den Titel in der Teamwertung für Manthey nach Hause gebracht. Der Erfolg im zweiten Rennen nach spannendem Duell mit dem letztlich zweitplatzierten Bortolotti krönte ein für den Österreicher herausragendes Wochenende. Voller Freude kletterte Preining nach vollbrachter Arbeit auf sein Auto und ließ sich von den Fans feiern.
Hockenheim sei eine seiner Lieblingsstrecken, hatte Preining im Vorfeld versichert, „auch wenn der Kurs im letzten Jahr nicht unbedingt für die beste Schlagzeile meiner Karriere gesorgt hat“. Seinen ersten Meistertitel in der DTM nahm er damals nicht mit, stattdessen geprellte Rippen und wochenlange Schmerzen im Rücken. Ein heftiger Crash mit David Schumacher bedeutete im Oktober 2022 das Ende seiner Hoffnungen, dafür hielt sich Preining nun schadlos.
Für den Mann aus Linz sprach in diesem Jahr vor allem die Konstanz. Drei Siege holte er in den 16 Saisonrennen, fuhr darüber hinaus neunmal unter die besten Fünf. Diese Beharrlichkeit war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. sid