Herning – Emily Bölk und die weiteren deutschen Handballerinnen klatschten nach der Schlusssirene lächelnd ab. Das 45:22 (25:12) im zweiten WM-Spiel gegen den Iran sorgte nicht nur für beste Stimmung bei der DHB-Auswahl, sondern bescherte dem Team von Trainer Markus Gaugisch auch vorzeitig das Ticket für die Hauptrunde.
„Das war ein absoluter Pflichtsieg, er war auch in der Höhe verdient“, sagte Kapitänin Alina Grijseels nach dem Offensivfeuerwerk am Samstag. 45 Tore hatte ein deutsches Team bei einer WM bislang nur einmal 2007 beim Rekordsieg gegen Paraguay erzielt. Dieser schien im dänischen Herning zeitweise erreichbar, doch vereinzelte Unstimmigkeiten in der Defensive verhinderten ein noch höheres Ergebnis.
„Wir haben deutlich gewonnen, es hat sich niemand verletzt, alle haben Belastung bekommen – alles okay“, sagte Gaugisch cool. Johanna Stockschläder (acht Tore) erzielte vor 1800 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen die meisten Treffer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die nun mit viel Selbstvertrauen und dem optimalen Verhältnis von 4:0 Punkten in das Vorrundenfinale gegen Polen am Montag (20.30 Uhr/Sportdeutschland.TV) geht.
Das abschließende Spiel der ersten Turnierphase ist trotz der vorzeitigen Qualifikation von großer Bedeutung für den weiteren Turnierverlauf, weil die Punkte aus der Vorrunde gegen die ebenfalls qualifizierten Teams in die Hauptrunde mitgenommen werden. „Ab jetzt gilt unser voller Fokus Polen“, versicherte Grijseels. Gegen wen Deutschland in der Hauptrunde um den Einzug ins anvisierte Viertelfinale kämpft, ist noch unklar. Höchstwahrscheinlich wartet ein Duell mit dem hoch einzuschätzenden Co-Gastgeber Dänemark. Die drei weiteren möglichen Gegner sind Rumänien, Serbien und Chile. sid