Skilanglauf
Der Schwede Calle Halfvarsson hat eine Woche nach dem Kälterennen in Kuusamo, bei dem sein Penis eingefroren war, eine neue Temperaturgrenze für Weltcups gefordert. „Es ist schrecklich, wenn Finger, Zehen und andere Körperteile einfrieren. Ich denke, dass man die Grenze auf 15 Grad unter Null setzen sollte“, sagte Halfvarsson. Laut Reglement des Weltverbandes FIS dürfen Wettbewerbe aktuell stattfinden, wenn es nicht kälter als minus 20 Grad ist. In Finnland waren 19 Grad unter dem Gefrierpunkt gemessen worden, an Teilen der Strecke soll es aber noch kälter gewesen sein. Auch im schwedischen Gällivare herrschten am Samstag am zweiten Weltcup-Wochenende 15 Grad minus. Mit der neuen Grenze könnten Erfrierungen, aber auch Kälteasthma verhindert werden. „Wir haben im Laufe der Jahre gesehen, dass wir ein Problem mit Asthma haben. Jeder läuft mit diesen Asthmamedikamenten herum. Vielleicht könnte es viele Probleme lösen, wenn man die Temperaturgrenze etwas anhebt“, sagte Halfvarsson. Nach dem Rennen in Kuusamo hatte der zweimalige Staffel-Vizeweltmeister erklärt, ihm sei sein „snorre“ eingefroren: „Es tut so verdammt weh.“
Snowboard
Jana Fischer hat Martin Nörl beim Weltcup-Start ein bisschen die Show gestohlen. Während der Gesamtweltcupsieger aus Landshut im ersten Einzelrennen der Saison bereits im Viertelfinale scheiterte, kämpfte sich seine Teamkollegin in den Endlauf von Les Deux Alpes und auf Rang vier – ihr bestes Ergebnis im Weltcup. Als Team kam das Duo in Frankreich auf den siebten Platz. Fischer schaltete auf dem Weg ins Finale prominente Läuferinnen wie Doppel-Olympiasiegerin Lindsey Jacobellis (USA) aus. Als es um die Podiumsplätze ging, musste sich die 24-Jährige aus Fischen im Allgäu der französischen Olympiazweiten Chloe Trespeuch, Michela Moioli aus Italien (Olympiasiegerin 2018) und der früheren Team-Weltmeisterin Belle Brockhoff (Australien) geschlagen geben. „Für eine Sekunde habe ich unten in der vorletzten Kurve gedacht: Das Podium ist noch da!“, sagte Fischer, „aber es hat leider nicht ganz gereicht.“ Dass sie es erstmals ins Finale geschafft hatte, fand sie dennoch „cool“. Nörl wurde in seinem Viertelfinal-Lauf Dritter hinter Olympiasieger Alessandro Hämmerle aus Österreich und dem Peking-Zweiten Eliot Grondin. Der Kanadier entschied später das Finale vor Hämmerle für sich. „Ich bin heute deutlich besser gefahren als im Team Race, das war ein Schritt nach vorne“, sagte Nörl: „Es war nicht komplett schlecht, aber es ist auch nicht so, dass ich mega happy bin.“