Lillehammer – Julian Schmid hat auch im fünften Versuch das erste deutsche Podest unter dem neuen Cheftrainer Eric Frenzel verpasst. Der Vizeweltmeister musste sich im eiskalten Lillehammer als bester Deutscher mit Rang sechs begnügen, nicht zu schlagen war erneut Lokalmatador Jarl Magnus Riiber. Der Norweger holte in überlegener Manier seinen vierten Sieg in Folge.
Schmid war nach einem 130,0 m-Sprung als Achter auf Tuchfühlung zum Podest in den Langlauf gegangen. Bei 19 Grad unter Null kämpfte er sich nach vorne, hatte auf der letzten Runde das Treppchen im Visier, dann fehlten jedoch die Kräfte. Ohne Podest in den ersten fünf Bewerben des Winters war das DSV-Team zuletzt 1998/99 geblieben.
„Es waren fünf harte, sehr kalte Wettkämpfe. Das hat viel Energie gekostet“, sagte Frenzel, der nach seinem Karrierende die Nachfolge von Hermann Weinbuch angetreten hatte: „Julian hat ein sehr engagiertes, sehr starkes Rennen gemacht. Es war heute durch die Bank ein sehr hohes Niveau.“
Lokalmatador Riiber stand wie schon am Samstag nach dem Springen quasi als Sieger fest. Der Vierfach-Weltmeister segelte auf die Tagesbestweite von 141,0 m und startete fast eine Minute vor dem Rest des Feldes, Ex-Weltmeister Johannes Lamparter (Österreich) und Jörgen Graabak (Norwegen) blieben nur die Ränge zwei und drei. Für Dominator Riiber war es der 61. Sieg seiner Karriere.
Johannes Rydzek (Oberstdorf), am Samstag knapp hinter Schmid Fünfter, wurde Zwölfter, Manuel Faißt (Baiersbronn) 13.. Olympiasieger Vinzenz Geiger (Oberstdorf) musste sich mit dem 20. Platz begnügen. sid