Shootingstar Luke Littler setzt Siegeszug fort

von Redaktion

DARTS-WM Der 16 Jahre alte Brite folgt Cross ins Halbfinale – Van Gerwen raus

London – Der nervenstarke Shootingstar Luke Littler hat seinen bemerkenswerten Siegeszug bei der Darts-WM fortgesetzt und ist in das Halbfinale gestürmt. Der 16 Jahre alte Engländer bezwang am Neujahrstag den Nordiren Brendan Dolan mit 5:1 und kämpft an diesem Dienstag gegen Ex-Weltmeister Rob Cross um den Einzug ins Endspiel. Der Engländer hatte im ersten Viertelfinale enorme Comeback-Qualitäten bewiesen und seinen Landsmann Chris Dobey nach einem 0:4-Rückstand mit 5:4 besiegt.

Für den Topfavoriten Michael van Gerwen ist der Traum vom vierten Titel derweil geplatzt. Der an Nummer zwei gesetzte Vorjahresfinalist aus den Niederlanden unterlag nach schwacher Leistung dem Briten Scott Williams völlig überraschend 3:5. Der ungesetzte Williams trifft in der Vorschlussrunde auf Luke Humphries und Dave Chisnall (beide England).

„Ich habe das Halbfinale erreicht, das ist etwas Besonderes“, sagte Littler. Nach einem mäßigen Start gewann er sieben Legs in Folge und damit auch die ersten beiden Sätze – die Fans waren begeistert.

Das hohe Niveau hielt „The Nuke“ („Die Atombombe“) auch im Anschluss. Druck scheint Littler trotz seines Alters überhaupt nicht zu verspüren. Er sicherte sich auch die Sätze drei und vier, Dolan blickte hilflos ins Publikum. Im fünften Satz erlaubt sich Littler, der im Achtelfinale das Generationen-Duell mit dem niederländischen Altmeister Raymond van Barneveld für sich entschieden hatte (4:1), einige Schwächen auf die Doppel-Felder. Dolan kam zu seinem ersten Satzgewinn. Doch danach übernahm Littler wieder das Kommando und verwandelte seinen ersten Matchdarts.

Van Gerwen fand hingegen überhaupt nicht zu seinem Spiel. Besonders auf die Doppel-Felder hatte der dreimalige Weltmeister große Probleme. Nach einer 2:1-Satzführung gab er sechs Legs in Serie ab. Williams spielte zwar ebenfalls wechselhaft, war aber in den entscheidenden Momenten da. Cross darf derweil weiter auf seinen zweiten Titel nach 2018 hoffen. „Voltage“ erwischte gegen Dobey, der am Freitag Titelverteidiger Michael Smith aus dem Turnier geworfen hatte, einen Fehlstart und stand vor dem Aus. Im scheinbar aussichtslosen Kampf um das Weiterkommen steigerte sich der 33-Jährige im Ally Pally, zudem wurde Dobey fehleranfälliger. Am Ende drehte Cross als erster Spieler im Ally Pally einen 0:4-Rückstand.    sid

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