Eine ganze Liga auf Achterbahnfahrt

von Redaktion

München – Man hört das eigentlich in jeder Saison der Deutschen Eishockey Liga: So eng war’s noch nie. Klar, irgendwo in der Tabelle steckt bis zum letzten Hauptrunden-Spieltag Spannung, doch es wird auch viel PR-gefloskelt, wenn es um die Leistungsdichte in der Liga geht. 2023/24 jedoch ist wirklich drauf und dran, Maßstäbe zu setzen. Bei nur noch zwölf Spieltagen Restprogramm können die verschiedensten Szenarien eintreten. Münchens Manager Christian Winkler beschreibt die bisherige Saison „als Achterbahnfahrt. Für alle, ausgenommen Berlin und Bremerhaven. Bei denen geht der Looping öfter nach oben“. Bei den anderen ist es ein Rauf und Runter.

Einen Spalt offenbart die Tabelle nur zwischen den Plätzen neun (Ingolstadt) und Nürnberg (zehn) mit neun Punkte Abstand. Nach menschlichem Ermessen wird der Neunte nicht mehr aus den Pre-Playoff-Rängen (sieben bis zehn fallen) und der Zehnte nicht mehr Neunter oder Achter. Doch im unteren Feld geht es wirklich dramatisch eng zu. Die Teams, die derzeit auf den Plätzen zehn bis vierzehn stehen, spielen alle um den letzten Pre-Playoff-Platz – und zugleich gegen den Abstieg.

Dabei schien Iserlohn schon zerstört. Bei den Roosters musste Trainer Greg Poss gehen, dann warf der Sportliche Leiter Christian Hommel wegen steter Anfeindungen aus dem Umfeld hin. Doch der neue Coach, Doug Shedden, wurde seinem Ruf als Sanierer gerecht: Von den letzten acht Spielen gewann Iserlohn sieben – darunter in Straubing, Köln, zweimal gegen Wolfsburg.

Der Letzte muss runter in die DEL2 – falls in ihr Kassel, Krefeld, Dresden oder Bietigheim Meister werden. Der Vierzehnte der DEL wird also noch Wochen warten müssen, ehe er mehr weiß.  gük

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