Mönchengladbach – Den Moment vor der Nordkurve genoss Stefan Lainer in vollen Zügen. Immer wieder skandierten die Fans von Borussia Mönchengladbach seinen Namen, die Niederlage (1:2) gegen den FC Augsburg geriet für ihn zur Nebensache. „Das war das emotionalste Spiel meiner Karriere. Für mich persönlich zählt der Glücksmoment, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte der Österreicher, der sechs Monate nach seiner Krebs-Diagnose sein Bundesliga-Comeback gegeben hatte.
Der Rechtsverteidiger wurde schon bei seiner Einwechslung von den Anhängern der Fohlen gefeiert. „Da wurde mir bewusst, dass 50 000 oder 60 000 Fans immer in Gedanken dabei waren. Das waren unfassbare Gefühle, das kann man gar nicht in Worte fassen“, sagte er.
Lainer war im vergangenen Sommer an Lymphknotenkrebs erkrankt. „Die Niederlage ist für mich persönlich ein bisschen im Hintergrund. Ich bin wieder zurück, ich freue mich sehr auf die Zukunft“, sagte der 31-Jährige.
Auch Trainer Gerardo Seoane sprach von „zwei Gefühlswelten“ nach der verdienten Niederlage. „Stevie ist ein Vorbild für alle hier in puncto Kämpfernatur und Herz, das er mitbringt.“ sid