Justin Schütz und die große Rolle in Köln

von Redaktion

Top-Torjäger der Haie ist ein Ex-Münchner

München – Das Spiel des EHC Red Bull München gegen die Kölner Haie heute (19.30 Uhr) ist schon ausverkauft. Die Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) tritt in ihre entscheidende Phase, „für uns ist jetzt schon Crunchtime“, ruft Verteidiger Konrad Abeltshauser den Endspurt um die besseren Plätze aus. Der EHC ist Vierter, von diesem Rang aus würde er noch mit Heimrecht ins Viertelfinale gehen. Der Siebte ist aber nur vier Punkte entfernt, München könnte noch in die Pre-Playoffs fallen.

Woran es beim EHC – unter anderem – hapert: im Torabschluss. Lediglich Chris DeSousa (15), Trevor Parkes (13) und Austin Ortega (11) haben mehr als zehn Tore erzielt. Gut gebrauchen könnten die Münchner einen, der heute Abend auf der anderen Seite steht: Justin Schütz. Der Kölner (23) ist mit 19 Einschlägen zweitbester Torjäger der gesamten Liga. Gelernt hat er bei Red Bull, mit 14 kam er an die Akademie, neun Jahre blieb er in der Organisation. Nach der Meisterschaft 2023 verabschiedete er sich.

Bei der Feier vor der Olympia-Eishalle wurde ihm von Sportchef Christian Winkler eröffnet, dass ihm die Türen zurück jederzeit offen stünden. Schütz wirkte dafür offen, sagte, Köln müsse nicht für ewig sein. Die Münchner Fans jubelten, in Köln kam der über Social Media gespielte Ausschnitt nicht so gut an.

Von Rückkehr nach München ist längst keine Rede mehr. Justin Schütz hatte sich mit Kalkül schon im Dezember 2022 Köln zugesagt. In München war er eine eigene Aufzucht, lief halt so mit. Er brauchte eine größere Rolle. Ein starkes zweites Halbjahr inklusive Nationalmannschaftsberufung und WM-Silbermedaille verschafften ihm eine höhere Wertigkeit, mit der er in Köln einstieg. Nun bildet er mit Alexandre Grenier und Gregor MacLeod und die Starreihe der Haie.

Ob er heute seinen alten Münchner Trainer Don Jackson sehen wird, entscheidet sich kurzfristig. Meistermacher Jackson war am Sonntag beim EHC als Co-Trainer an der Bande gestanden, weil sein Nachfolger Toni Söderholm Fieber und dessen Assistent Pekka Kangasalusta eine Gehirnerschütterung hatte. Söderholm ist inzwischen wieder gesund. GÜNTER KLEIN

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