Francisco hält Bayern am Leben

von Redaktion

79:78 – Bayerns Basketballer gewinnen Drama in Belgrad

Belgrad – Drei Sekunden vor Schluss bat Sylvain Francisco Belgrad zum Tanz. Machte einen Schritt nach vorne, einen zurück und zog ab. Und der flutschte durch die Reuse. Aus einem 76:78 wurde damit ein 79:78. Und quälend lange 1,1 Sekunden später war es dann auch amtlich: Die Bayern können enge Spiele auch in Europa gewinnen. Zumindest theoretisch lebt sie damit noch, die Chance auf den Sprung in die Play-ins.

Und die Bayern auch in Serbien schnell ihren Weg gefunden. Man schnappte sich die so vernichtende Belgrader Offensivmaschine lange mit den eigenen Mitteln – die Münchner suchten ihr Heil in der Offensive. Vor allem die kleinen und wendigen Kräfte wie Carsen Edwards (12 Punkte) oder später Francisco (20) wuselten sich durch die, manchmal hölzerne Defensive der Gastgeber. Hätte nicht Belgrads Frank Kaminsky in Halbzeit eins einen persönlichen Lauf mit optimalen vier Dreiern aus vier Versuchen erwischt – Partizan wäre kaum mit einer Führung in die Kabine gegangen.

Nur im dritten Viertel schien dem Team von Pablo Laso der Zugriff auf das Geschehen mit bis zu zehn Punkten Rückstand zeitweise abhanden zu kommen. Doch auch aus dieser Bedrängnis kämpften sich die Bayern zurück. Blieben bis in die Schlussminuten auf Schlagdistanz. Und ganz anders als so oft in dieser Saison setzten sie diesmal auch den entscheidenden Schlag. Sylvain Francisco wurde zum Münchner Held.  rp

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