Unterhaching – Mit dem 2:0-Heimsieg im Nachholspiel gegen den Halleschen FC hat die SpVgg Unterhaching in der Tabelle der 3. Liga wieder einen ordentlichen Satz gemacht – von Position zehn ging es rauf auf sieben. Von einem Abstiegsplatz ist der Aufsteiger derzeit weit entfernt. In die andere Richtung beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nach dem dritten Heimsieg in Serie nur noch vier Zähler. Davon wollte Marc Unterberger (35) allerdings nichts wissen. „Die 37 Punkte tun gut, aber wir müssen erst 45 Punkte eintüten“, erklärte der junge Trainer, der seit Anfang des Monats in Köln an seiner UEFA-Pro-Lizenz bastelt.
Insbesondere die Hachinger Defensive steht bereits aufstiegsverdächtig stabil. Die SpVgg stellt die drittbeste Abwehr der 3. Liga und blieb bereits elf Mal ohne Gegentor. Auch gegen Halle ging die Defensivtaktik auf. Haching konterte die phasenweise mit mehr Ballbesitz agierenden Gäste aus. „Die Mannschaft hat den Matchplan von A bis Z umgesetzt“, sagte ein stolzer Haching-Coach: „Wir wissen, wenn wir 1:0 führen, dann wird es schwierig für den Gegner.“
Dass beim zehnten Saisonsieg auch noch die Eigengewächse Nils Ortel und Aaron Keller (beide 19) mit ihren beiden Treffern herausragten, rundete den gelungenen Auftritt im UhlsportPark ab. „Besser geht es nicht, es ist ein sehr schönes Gefühl“, sagte Ortel, der kurzfristig links hinten in die Startelf gerutscht war. Der dribbelstarke Außenbahnspieler Keller erzielte bereits sein viertes Saisontor und bestätigte seinen persönlichen Aufwärtstrend. „Ich bin sehr froh, dass ich mich in den letzten beiden Spielen mit einem Tor belohnt habe“, so der zuletzt zwei Mal hintereinander erfolgreiche Schweizer.
Es läuft also bei den Rot-Blauen, die anders als früher auch nach der Winterpause abliefern – und nun eine unverhoffte Verschnaufpause bekommen. Das Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken wurde abgesagt. Der Grund: Der Rasen im Ludwigspark ist weiterhin nicht bespielbar. Bereits am Mittwoch war das DFB-Pokalspiel des FCS gegen Gladbach abgesagt worden. Kurzfristige Besserung sei nicht in Sicht, heißt es auf der Homepage der Saarländer. ROBERT M. FRANK