München – Happy Birthday, Joshua Kimmich. Bayerns Mittelfeldchef wurde gestern 29 Jahre alt. Vor Beginn des Trainings standen seine Club-Kollegen daher Spalier. Aus Tradition musste Kimmich durchlaufen und wurde dabei von jedem Einzelnen – hart, aber herzlich – abgeklopft.
Das war vor wenigen Tagen noch undenkbar. Im Bundesliga-Nachholspiel am 24. Januar gegen Union Berlin fiel Kimmich unglücklich auf die linke Schulter. Anschließend trug er zur Schonung eine Woche lang eine Armschlinge. Beim Fanclub-Besuch am 28. Januar konnte der Linkshänder nicht mal Autogramme schreiben. Nun ist er für Thomas Tuchel (50) für den Kracher am Samstag (18.30 Uhr, Sky) bei Tabellenführer Leverkusen wieder eine Option. Für Bayerns Herzstück hat der Trainer damit wieder die Qual der Wahl. Gibt Kimmich grünes Licht für einen Startelf-Einsatz, dürfte er gesetzt sein.
Blickt man auf seine zwei starken Leistungen zuletzt, wäre Aleksander Pavlovic (19) der logische Partner auf der Sechser-Position. Allerdings: Die beiden standen bisher noch nie von Anfang an gemeinsam auf dem Platz. Fraglich, ob Tuchel diese Variante ausgerechnet im wichtigen Spiel um die Tabellenführung wählt. Sollte Kimmich in Leverkusen in der Startelf stehen, wäre daher ein Duo mit seinem langjährigen Mittelfeld-Kollegen Leon Goretzka (29) vorstellbarer. Falls der Führungsspieler sich nicht bereit fühlt, um von Beginn an zu spielen, wird Tuchel wohl wieder auf die zuletzt bewährte Lösung mit Pavlovic und Goretzka setzen.
Dass Kimmich auch als Joker wertvoll sein kann, bewies er im Dezember 2020 gegen Leverkusen. Damals wurde er bei seinem Comeback nach Meniskus-OP eingewechselt und bereitete das Siegtor durch Robert Lewandowski (35/FC Barcelona) vor.
M. BONKE, P. KESSLER