Katharina Schmid hat für die Weltpremiere am Monster-Bakken ein paar Geschenke vorbereitet. „Sieben Sekunden“ heißt der Film, in dem die Skisprung-Weltmeisterin eine Hauptrolle spielt und der demnächst seine Kino-Premiere feiert. Auf den vielen DVDs, die Schmid mit nach Vikersund genommen hat, erzählt sie von ihrem jahrelangen Traum vom ersten Skifliegen für Frauen. Ein Traum, der ab Freitag erstmals bei einem Weltcup Realität wird.
Der Titel der Doku bezieht sich auf den Zeitraum, den Schmid und Co. beim Fliegen in der Luft sind – im Gegensatz zu den vier oder fünf Sekunden bei einem „normalen“ Sprung. Auch die Weiten sind auf den riesigen Schanzen, die lange Zeit nur Männern vorbehalten waren, enorm. „Ich will die 200 m schaffen. Das ist mein größtes Ziel in dieser Saison“, sagt die 27-Jährige vor dem Training an diesem Freitag, das die Premieren-Wettkämpfe am Wochenende einläutet. Schon vor einem Jahr durfte Schmid, die damals noch Althaus hieß, zusammen mit den besten Springerinnen der Welt mit dem Segen des Weltverbandes FIS in Vikersund fliegen. Punkte gab es damals aber noch nicht, das ist nun anders. Die besten 15 des Gesamtweltcups sind qualifiziert, drei weitere haben es über die Gesamtwertung geschafft, darunter Selina Freitag.