Bayern nehmen Kurs auf die Play-Ins

von Redaktion

64:58 über Kaunas – Basketballer nun Euroleague-10.

München – In den Minuten vor dem Start war die Zeit des „Alten“ gekommen. Und Andrea Trinchieri verneigte sich noch einmal artig vor der Halle, die drei Jahre lang sein sportliches Zuhause war. Doch mehr als Applaus durfte er mit seinem neuen Club Zalgiris Kaunas vom ersten München-Besuch seit seiner Abschiedsrede im Frühjahr nicht mitnehmen. Am Ende stand ein 64:58 (33:21) der Bayern-Basketballer. Der für den Pokalsieger Folgen hat: Zum ersten Mal springt man in der Euroleague auf den ersehnten Play-In-Platz zehn.

Und die Bayern zeigten schnell, dass sie die vergangenen Tage wohl tatsächlich so genutzt haben, wie es Trinchieri-Erbe Pablo Laso angekündigt hatte. Der Spanier hatte vor allem die, zuletzt ein bisschen abhanden gekommenen Defensivqualitäten wieder herstellen wollen.

Vladimir Lucic und vor allem Serge Ibaka setzten früh mit drei humorlosen Blocks ein deutliches Zeichen. Die physische Präsenz der Bayern machte merklich Eindruck. Eine Halbzeit lang mühte sich der, von einer überraschend stattlichen Fangemeinde unterstützte Serienmeister Litauens mit wachsender Hilflosigkeit um Wege zum Korb. Und hätten die Bayern nicht selbst den ein oder anderen freien Wurf liegen gelassen – es hätte noch weit Schlimmeres herauskommen können als das 33:21 zur Pause.

Aber es kam ja auch Bewegung in diese so wichtige Partie. Kaunas drückte zumindest ein bisschen aufs Tempo. Zalgiris-Topstar Keenan Evans befreitee sich das ein oder andere Mal vom umsichtigen Zugriff der Münchner Defensive. Doch Laso teilte seinem Personal in einer schnellen Auszeit ziemlich nachdrücklich mit, was er von dessen Durchhänger hielt.

Aber die Bayern, die übrigens auch von der komplett versammelten U17 des Deutschen Fußball Bundes unterstützt wurden, gerieten ja auch nicht wirklich in Gefahr. Wenn man ihnen überhaupt etwas vorwerfen wollte, dann vielleicht, dass ihnen einiges von dem Offensivschwung der vergangenen Wochen abhanden gekommen war. Doch letztlich war ein Devin Booker in Topform (20 Punkte) genug, um Zalgiris auf Distanz zu halten.  rp

Artikel 7 von 11