Saarbrücken – Endgültiges Aus für die Tischtennis-Sonderlinge: Der TTC Neu-Ulm hat im Duell mit dem 1. FC Saarbrücken das Finale der Champions League verpasst. Die 2:3-Niederlage gegen die Gastgeber besiegelte die Auflösung des Vereins, der bereits seit 2023 nicht mehr in der Bundesliga antritt. In Zukunft ist deshalb eine Teilnahme in der Champions League nicht mehr möglich.
Der Club von Medienunternehmer Florian Ebner war erst vor fünf Jahren unverhofft aufgestiegen, hatte sich in seiner kurzen Existenz mit dem Establishment angelegt, das Regelwerk gedehnt und gebrochen. Der erhoffte letzte Coup blieb nun aus: Der Olympiadritte Dimitrij Ovtcharov verlor am Sonntag das entscheidende Einzel 0:3 im Halbfinale gegen den Slowenen Darko Jorgic. 2023 holte Neu-Ulm den deutschen Pokal und erreichte das Halbfinale der Champions League. Borussia Düsseldorf war jeweils der Gegner an den Platten – und abseits davon, zumindest aus Sicht der Neu-Ulmer.
Ebner und Ovtcharov schossen scharf gegen Düsseldorfs Manager Andreas Preuß, in Personalunion Aufsichtsratschef der Bundesliga TTBL. Der Konflikt eskalierte, als Ebner sein Team vor einem Jahr aus der Liga abmeldete. Er klagte: „Irgendwann muss man akzeptieren, dass sie uns nicht haben wollen.“ sid