Der in Spanien der Korruption und der sexuellen Aggression beschuldigte Ex-Fußballboss Luis Rubiales hat erneut alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe keine illegalen Geschäfte gemacht und auch kein Geld außerhalb Spaniens, beteuerte Rubiales in einem Interview, das vom TV-Sender La Sexta am späten Mittwochabend gesendet wurde.
Zum Skandal um den Kuss auf den Mund von Weltmeisterin Jennifer Hermoso, der nach seiner Aussage einvernehmlich erfolgte, sagte er energisch: „Man darf die Behauptungen von Frau Hermoso nicht anzweifeln, aber meine schon. Warum? Weil ich ein Mann bin?“
Rubiales war am Mittwoch nach einem Aufenthalt in der Karibik bei seiner Rückkehr in die Heimat von der Polizei auf dem Flughafen in Madrid festgehalten worden. Es wird erwartet, dass er von der zuständigen Richterin bald eine Vorladung erhält, um unter anderem über Verträge befragt zu werden, die während seiner fünfjährigen Präsidentschaft vom RFEF-Verband mutmaßlich irregulär abgeschlossen wurden. Die Vorwürfe lauten unter anderem Korruption im Geschäftsverkehr, unlautere Verwaltung und Geldwäsche. Dazu sagte Rubiales im Gespräch mit La Sexta, man werde „niemals beweisen“ können, dass er Geld und anderes Vermögen im Ausland habe.