Ackern, rennen und siegen

von Redaktion

So wollen die Löwen gegen Köln die Pleitenserie im Abstiegskampf stoppen

VON MARINUS OBERMAIER

München – Vier Partien in Folge haben die Münchner Löwen verloren, die Abstiegszone ist mit nur noch sechs Punkten Vorsprung wieder gefährlich nahe. Doch Trainer Argirios Giannikis bleibt gelassen. „Ich habe vom ersten Tag an nicht auf die Tabelle geschaut. Wenn man seine Spiele gewinnt, muss man auch nicht auf andere blicken“, sagt der Grieche vor dem Drittliga-Heimspiel gegen Viktoria Köln (Samstag, 14 Uhr). Der Chefcoach des TSV 1860 München glaubt an die Qualität seiner Mannschaft – schließlich haben die Löwen alles in der Hand.

Allerdings müssen für den Klassenerhalt schnell wieder Erfolgserlebnisse her. Die Konkurrenz, namentlich Bielefeld und Mannheim, schläft nicht. Da kommt es gänzlich ungelegen, dass Giannikis schon wieder seine Startelf umbauen muss. Tim Rieder hat eine Gelbsperre abzusitzen, sein Nebenmann Manfred Starke kämpfte unter der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt – sein Einsatz ist noch fraglich. „Wir müssen schauen, wie weit es sinnvoll ist“, sagt Coach Giannikis zu Starkes Einsatzchancen.

Als Ersatz stehen Philipp Steinhart, Marlon Frey, Niklas Tarnat und Moritz Bangerter zur Verfügung – ein genauerer Blick zeigt, dass das keine einfache Wahl wird: Steinhart ist eigentlich Linksverteidiger, Frey war die letzten drei Spiele aufgrund einer Rotsperre zum Zuschauen verdammt, Tarnat war unter Giannikis noch bei keinem Pflichtspiel im Kader, und Bangerter hat noch kein einziges Profi-Spiel in der dritten Liga absolviert.

Unabhängig davon, wer am Ende im Zentrum auflaufen wird, fordert Giannikis von seiner Mannschaft die Grundtugenden des Fußballs zurück: „Wir müssen wieder das machen, was uns stark gemacht hat.“ Im Klartext: kämpfen, beißen und nicht alles spielerisch lösen!

Voller Einsatz also, allerdings mit einer Vorgabe: nicht zu viele Fouls. Denn Giannikis bescheinigt den Gästen eine „Standardstärke“ und warnt vor allem vor Michael Schultz und Andre Becker, die diese „Standards auch verwerten können“. Gewarnt sein sollten die Löwen zudem vor dem Ex-Hachinger Luca Marseiler. Der 27-Jährige ist mit 15 Torbeteiligungen in dieser Saison einer der torgefährlichsten Akteure der Liga. „Er ist ein guter Spieler im Eins-gegen-Eins. Wir dürfen ihn kein Tempo aufnehmen lassen“, so Giannikis.

Fehlt nur noch jemand, der für die Löwen treffen soll, aber da will sich Giannikis nicht in die Karten blicken lassen: „Wir müssen schauen, welcher Stürmer die beste Form aufweist.“ Auch eine Doppelspitze mit Fynn Lakenmacher und Joel Zwarts ist denkbar. Verzichten muss Giannikis weiter auf Abdenego Nankishi, der zwar zurück im Mannschaftstraining, aber noch nicht beschwerdefrei ist, und auf Valmir Sujejmai, der sich, ebenso wie Max Reinthaler, noch im Aufbautraining befindet.

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